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Düsseldorf
Anwohner sollen Fragen zu Bahn-Lärm beantworten

Düsseldorf. Die Aktionsgemeinschaft "Bahnlärm - so nicht" ruft derzeit alle Anwohner der Güterstrecke Rath bis Eller auf, sich an der Lärmabfrage des Eisenbahnbundesamtes (EBA) zu beteiligen. "Lärmaktionspläne müssen regelmäßig erstellt werden", sagt Dieter Treitz von der Initiative. 30.000 bis 40.000 Düsseldorfer leben an dem 18 Kilometer langen Abschnitt, der durch Rath, Grafenberg, Gerresheim, Flingern, Vennhausen und Eller verläuft. Ein Großteil der Strecke hat keinen Lärmschutz. Rund 120 Züge fahren täglich an den Stadtteilen vorbei, "am Abend geht es erst richtig los", sagt Treitz. Weil die Verbindung in den nächsten Jahren noch intensiver genutzt werden soll und damit deutlich mehr und vermutlich auch längere Züge verkehren, setzt sich die Aktionsgemeinschaft für den Bau von Lärmschutzwänden ein.

Bis zum 25. August können Anwohner einen Fragebogen ausfüllen. "Wir haben schon etwa 2000 Fragebögen verteilt", sagt Treitz. Mindestens so viele, hofft er, beteiligen sich auch an der Aktion. Im Internet ist das Formular zu finden unter www.laermaktionsplanung-schienen.de. Entweder man füllt es direkt online aus, oder der Teilnehmer druckt sich die Unterlagen aus und schickt diese per Post oder Fax an das Eisenbahnbundesamt. "Leider gibt es keine offizielle Stelle, an der die Unterlagen ausliegen", sagt Treitz. Deswegen verteilt er Fragebögen derzeit in Büdchen, oder er schmeißt sie in Briefkästen.

Angaben zur Person müssen die Teilnehmer machen und zum Ort, an dem sie sich durch Schienenverkehrslärm gestört fühlen. Zwölf Fragen sollen im Anschluss beantwortet werden, zum Beispiel, ob im angegebenen Ort Lärmminderungsmaßnahmen bekannt sind oder ob der Schienenverkehrslärm im Ort das vordringlichste Lärmproblem ist. Seit Mai beschäftigt sich außerdem der Petitionsausschuss des Bundestages mit einer Beschwerde eines Anwohners. "Vor der Bundestagswahl erwarten wir aber keine Rückmeldung mehr", sagt Treitz. Falls der Ausschuss am Ende Lärmschutz empfiehlt, könnte der Abschnitt mit Priorität behandelt werden. 42 Millionen Euro soll die 15 Kilometer lange Wand kosten.

(nika)
 
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