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Düsseldorf
Arbeit an Luftreinhalteplan verzögert sich

Düsseldorf. Die Bezirksregierung hat ein für morgen geplantes Treffen zum Kampf gegen Luftverschmutzung abgesagt - obwohl die Zeit drängt. Eigentlich sollte sich eine Projektgruppe aus Verwaltung, Politik und Interessensgruppen zum zweiten Mal zusammenfinden. Diese soll ein Konzept erarbeiten, wie sich die Belastung durch Stickoxide schnell unter die Grenzwerte bringen lässt. Dabei stehen auch Fahrverbote für Dieselfahrzeuge im Raum; Diesel-Pkw gelten als Hauptverursacher der gesundheitsgefährdenden Gase.

Die Bezirksregierung teilte auf Anfrage mit, man habe das Treffen verschoben, da Berechnungen noch nicht vorlägen. Man halte aber am Zeitplan fest. "Wir werden zeitnah zur zweiten Projektgruppensitzung einladen", sagte eine Sprecherin. Dirk Jansen, Geschäftsführer der Umweltorganisation BUND, hat hingegen den Verdacht, dass die Behörden den Prozess bewusst verschleppen wollen, um Fahrverbote zu verhindern. Dabei sei offensichtlich, dass sich die Werte sonst nicht schnell genug senken ließen. "Es ist keine Frage, ob Fahrverbote kommen, sondern nur noch, wie sie ausgestaltet werden", meint er.

(arl)
 
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