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Düsseldorf
Arme und Reiche essen gemeinsam am Burgplatz

Düsseldorf: Arme und Reiche essen gemeinsam am Burgplatz
Gegen eine kleine Spende verteilten die ehrenamtlichen Helfer der Altstadt-Armenküche am Samstag Erbsensuppe und Würstchen. FOTO: andreas endermann
Düsseldorf. Beim Open-Air-Essen der Altstadt-Armenküche gab es Erbsensuppe für obdachlose und nicht-bedürftige Menschen. Von Sarah Schneidereit

In der Altstadt-Armenküche gibt es jeden Mittag eine warme Mahlzeit für diejenigen, die sich sonst kein Essen leisten könnten. Am Samstag blieben ihre Türen aber geschlossen, denn das Mittagsessen wurde um die Ecke auf den Burgplatz verlegt. Unter dem Motto "Essen für Arme und Reiche" feierte die Altstadt-Armenküche bereits ihr 19. Open Air-Fest.

Mit ihrem Essen unter freiem Himmel will die Armenküche auf ihr Angebot, das meistens von Obdachlosen, Drogensüchtigen oder armen Rentnern genutzt wird, aufmerksam machen. "Als wir damals unser fünfjähriges Bestehen feierten, wollten wir ein Zeichen gegen Ausgrenzung setzen und haben darum die Aktion ins Leben gerufen", sagte Sozialarbeiterin Marion Gather.

Auch beim 19. Open Air-Fest versammelten sich zahlreiche Gäste auf den Burgplatz. Rund 900 Grillwürstchen, 430 Liter Erbsensuppe und acht Bleche Kuchen wurden verspeist. Passantin Elke Wiltz war ganz begeistert von der Aktion. "Ich wusste vorher nicht, dass es in der Altstadt eine Armenküche gibt. Es ist wirklich toll, dass die Ehrenamtlichen so engagiert sind", sagte Wiltz.

Der 49-jährige Jochen, der häufig mittags in der Altstadt-Armenküche isst, freute sich über das Fest unter freiem Himmel. "Das Essen ist super. Als Obdachloser ist man ja dumme Blicke gewohnt, aber hier fühlt man sich willkommen", fand er.

Für die ehrenamtlichen Helfer war der Tag ebenfalls ein voller Erfolg. "Mir macht es richtig Spaß, hier zu helfen", sagte Werner Lange, der bei den Stadtwerken Düsseldorf als Koch arbeitet. Am Morgen hatte Lange einen Topf mit 300 Liter Erbsensuppe gekocht, die er beim Open Air-Essen gegen eine kleine Spende verteilte. "Viele Obdachlose bezahlen die Suppe von ihrem Pfandgeld, weil sie einen Beitrag leisten möchten", sagte Lange. Ein paar japanische Touristen, die bei ihm vorbeikamen, bezahlten für ihre zwei Suppen sogar 20 Euro. "Jeder gibt eben, so viel er kann.", sagte Lange, der sich schon auf das Open Air-Essen im nächsten Jahr freut.

Quelle: RP
 
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