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Düsseldorf
Armenküche dankt ihren Helfern

Düsseldorf: Armenküche dankt ihren Helfern
Pater Wolfgang, der die Armenküche mitgegründet hat, stand persönlich am Fass und zapfte Bier für die Gäste. FOTO: andreas Endermann
Düsseldorf. Ohne Ehrenamtler geht es in der Küche kaum. Nun gab es ein Dankes-Konzert. Von Lisa Klose

An 365 Tagen im Jahr kocht die Armenküche in Düsseldorf jeden Mittag insgesamt 120 Mahlzeiten für Bedürftige - und das schon seit mittlerweile 24 Jahren. Außer drei hauptamtlichen Fachkräften lebt die Organisation vom Engagement von 60 Ehrenamtlern und den Spenden einer großen Unterstützergemeinde. Um den Helfern zu danken, lud die Armenküche am Samstag zu einem Konzert in die Klosterkirche St. Andreas in der Düsseldorfer Altstadt ein. Dominikanerpater Wolfgang Sieffert begrüßte die Gäste dabei mit den folgenden Worten: "Bei der Armenküche geht Liebe oft buchstäblich durch den Magen. Mit dem heutigen Dankeskonzert soll sie jedoch durch Ihre Ohren gehen." Frank Volke an der Orgel und der Trompeter Tomislav Hurcak spielten vor der voll besetzen Kirche Stücke von Bach, Cazzati und Gabrieli.

Anschließend gab es für alle Ehrenamtlichen und Unterstützer einen Umtrunk im Andreassaal der Dominikaner. Pater Wolfgang, der 1992 die Armenküche mitgegründet hat, stand persönlich am Fass und zapfte Bier für die Gäste.

Er sei glücklich über die große Anzahl von Unterstützern der Armenküche, betonte er. "Manchmal gibt es dennoch Engpässe bei den Spenden, die mir Kopfzerbrechen bereiten. Gerade nun im Winter brauchen wir dringend gespendete Schlafsäcke, Isomatten und Decken, denn viele unserer Besucher sind wohnungslos", fügte Pater Wolfgang hinzu.

Marion Gather, hauptamtliche Sozialarbeiterin, stellte den Gästen das Buch der Armenküche "Irgendwie jagst du deinem Kotelett hinterher" vor. Darin berichten Bedürftige, weshalb sie die Düsseldorfer Armenküche besuchen, Ehrenamtliche stellen ihre Lieblingsrezepte vor und Wohnungslose erzählen von ihren Überlebensstrategien auf der Straße. "Dieses Buch versucht, auf leichte Art und Weise zu zeigen, worin unsere Arbeit besteht", erläutert Gather. Denn obwohl es viele bedrückende Schicksale und Situationen im Alltag gebe, sei die Begegnung mit den Gästen der Armenküche immer wieder wertvoll und bereichernd.

Quelle: RP
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