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Düsseldorf
Auch Strandbad Nord bleibt am Samstag zu

Düsseldorf. Am möglicherweise letzten Wochenende mit Freibad-Wetter fällt eine weitere Gelegenheit zum Schwimmen aus: Das Strandbad Nord, eines der beiden Bäder am Unterbacher See, ist am Samstag wegen des Elektro-Festivals "Hell/Dunkel" für den ganzen Tag gesperrt. Erstmals findet das Musik-Festival an dem Standort im Naherholungsgebiet statt. Das Strandbad Süd auf der anderen Seite des Unterbacher Sees öffnet wie gewohnt. Von Arne Lieb

Badegäste in der Landeshauptstadt hatten Kritik geäußert, weil auch schon zwei der vier städtischen Freibäder an den letzten Sommertagen nicht mehr zur Verfügung stehen, da sie bereits Winterpause haben. Für Ärger sorgt vor allem die Schließung des Strandbads Lörick, zudem ist auch das weniger frequentierte Freibad in Flingern zu. Nur im Rheinbad und in Benrath sind die Türen noch bis zum Wochenende offen. Dazu kommen die beiden Bäder am See, die auch noch über das Wochenende hinaus öffnen. Das Freibad Kaiserswerth, das von einem Verein betrieben wird, verlängert derweil die Saison bis zu einer Woche. Eigentlich sollte die Saison am Sonntag enden. "Auf Wunsch vieler Mitglieder und zum Gefallen hoffentlich vieler Badegäste" habe der Vorstand die Verlängerung beschlossen, teilt der Verein mit.

Umliegende Städte reagieren flexibler auf die hohen Temperaturen als Düsseldorf: Die Stadt Köln hat noch alle sieben Freibäder in Betrieb, obwohl die Saison schon am 23. August enden sollte. "Wir entscheiden wöchentlich über eine Fortsetzung", sagt eine Sprecherin. Auch Essen lässt alle drei Freibäder noch geöffnet, als Ausgleich bleiben Hallenbäder zu. Auch die Bäder in Hilden, Langenfeld, Monheim, Mettmann und Ratingen sind bis zum Wochenende noch auf.

Düsseldorf hatte erstmals bereits im Frühjahr einen Schließtermin festgelegt. Das soll Kosten sparen, da sich so das Personal besser planen lässt. Der Betrieb von Bädern ist - wie in allen anderen Städten - ein Zuschussgeschäft: Die Einnahmen durch Eintritt decken ein Drittel der Kosten, für insgesamt 18 Frei- und Hallenbäder schießt die Stadt eine Summe von 6,7 Millionen Euro zu.

Im November wird die Politik derweil wohl den letzten Beschluss für den Bau eines neuen Hallen- und Freibads auf dem Gelände des Allwetterbads in Flingern fassen. Dann könnte dort ab 2019 in der neuen Anlage geschwommen werden.

Quelle: RP
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