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Düsseldorf
Aus den Armen Brüdern werden die "franzfreunde"

Düsseldorf: Aus den Armen Brüdern werden die "franzfreunde"
Das Sozialwerk wird von den ordensnahen "franzfreunden" fortgesetzt. Der Vorstand der neuen Stiftung (v.l.): Bruder Lukas Jünnemann, Vorstandsvorsitzender Dirk Karl Buttler, Geschäftsführer Peter Hinz. FOTO: Geilhausen
Düsseldorf. Die Armen Brüder des Heiligen Franziskus kehren Düsseldorf den Rücken. Das Sozialwerk der Ordensgemeinschaft macht unter dem Namen "franzfreunde" weiter.

Die Ordensgemeinschaft "Arme Brüder des heiligen Franziskus" verlässt Düsseldorf. Die letzten beiden verbliebenen Mönche seien über 70 Jahre alt, werden im Aachener Mutterhaus ihren Ruhestand verbringen, sagte ein Vorstandsmitglied. Am Mittwochmorgen wurden die rund 250 Mitarbeiter und die Mitglieder des Sozialwerk-Vereins, der seit mehr als 50 Jahren vom Rath aus bedürftige und insbesondere alte und wohnungslose Menschen betreut, über den Schritt informiert.

Das Sozialwerk wird unter dem Namen "franzfreunde" als gemeinnützige GmbH unter dem Dach einer neuen Stiftung  fortgeführt. Die trägt den Namen des Ordensgründers und wird auch immer ein Ordensmitglied im Vorstand haben, sagte Sozialwerk-Chef Dirk Buttler, der sich um den Vorsitz des Stiftungsvorstands bewerben will.

Der Rückzug habe ausschließlich Altersgründe, sagte Lukas Jünemann von der Ordensgemeinschaft. Die finanzielle Schieflage, in die die Armen Brüder vor drei Jahren durch Spekulationen geraten waren, spiele keine Rolle. Die Armen Brüder hatten 7,2 Millionen Euro  bei einer Anlagefirma investiert, deren Geschäftsleiter inzwischen unter Betrugsverdacht vor Gericht stehen. Das Sozialwerk habe sich unterdessen konsolidiert, die beiden letzten Geschäftsjahre mit einem dicken Plus abgeschlossen.

(sg)
 
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