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Düsseldorf
Aus für Seilbahn im Osten der Stadt

Düsseldorf. Die aufsehenerregenden Ideen zur Erschließung des Wohngebiets an der Bergischen Kaserne werden wohl nicht Wirklichkeit. Das Architektenbüro Albert Speer & Partner aus Frankfurt hat im Auftrag der Stadt alle Möglichkeiten durchgespielt und dabei für eine Hoch- oder eine Seilbahn die schlechtesten Ergebnisse erhalten. Von Christian Herrendorf

Beide Optionen gelten als zu teuer und die Umsetzung als zu schwierig. Favorit nach der Studie, die am Mittwoch in einer Sondersitzung von Verkehrsausschuss und Bezirksvertretung 7 erörtert wird, ist eine Anbindung mit Bussen. Diese sollten laut den Gutachtern an Ampeln bevorzugt werden oder eine separate Fahrspur erhalten.

Auf dem 24 Hektar großen Gelände im Osten der Stadt soll nach dem endgültigen Abzug der Bundeswehr ein Wohngebiet entstehen. Angesichts der Steigungen im Umfeld gilt ein Anschluss ans Stadtbahn-Netz als schwierig. Deshalb hat die Verwaltung als alternative Verkehrsmittel Bus, Hoch- und Seilbahn prüfen lassen.

Wichtig war dabei, die bereits heute stark befahrene Bergische Landstraße (B7) möglichst wenig zusätzlich zu belasten. Auf der Strecke sind bereits heute zwei Bus-Linien unterwegs. Es galt zu klären, ob Busse groß genug für die steigende Nachfrage sind und wie man verhindert, dass die Busse unattraktiv werden, weil sie wegen der Staus zu lange brauchen.

Laut Gutachten gelten Gelenkbusse mit 150 Plätzen als ausreichend, wenn der Takt in Spitzenzeiten verdichtet wird. Damit die Busse nicht zum Stau beitragen, sollten sie an bestimmten Knotenpunkten Vorfahrt erhalten, heißt es weiter, oder eine eigene Busspur in der Mitte der Fahrbahn. Diese könnte ausschließlich in eine Fahrtrichtung genutzt werden oder entsprechend der Belastung im Laufe eines Tages die Fahrtrichtung wechseln.

Quelle: RP
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