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Düsseldorf
Ausbau des Einzelhandels scheitert

Düsseldorf. Elektronikhandel darf nicht an die Bochumer Straße, kein Marktwagen an die Wilhelm-Raabe-Straße. Von Julia Brabeck

Bei gleich zwei Projekten der Bezirksvertretung 6 zum Ausbau des Einzelhandels gab es kein grünes Licht von Seiten der Verwaltung. Seit längerer Zeit verfolgen die Lokalpolitiker den Plan, in Rath einen Handel mit Unterhaltungselektronik anzusiedeln. Dieser soll seinen Standort an der Bochumer Straße/Ecke Am Gatherhof erhalten. Die Verwaltung lehnt das aber ab, da der dort rechtskräftige Bebauungsplan Einzelhandel verbietet, der nicht zentrenrelevant ist, also nicht der Versorgung mit Waren des täglichen Bedarfs dient.

Eine Änderung dieses Plans ist nicht vorgesehen, da damit die Ziele des vom Rat der Stadt beschlossenen Rahmenplan Einzelhandel unterlaufen würden. Der Plan sieht vor, gewachsene Versorgungszentren zu stärken und keinen konkurrierenden Handel außerhalb dieser Zentren zuzulassen. "Das Stadtteilzentrum Westfalenstraße hat zwar eine gute Nahversorgung, leidet aber bereits unter sogenannten Trading-Down-Tendenzen (Leerstand, Angebote im Niedrigpreissegment). Deswegen benötigt das Zentrum Impulse durch die Ansiedlung von Magnetbetrieben", teilt die Verwaltung mit. Sie regt an, dass der Elektronikhandel in dem neu geplanten Einkaufszentrum an der Westfalenstraße angesiedelt werden könnte. "Dieser Standort liegt in zentraler Lage mitten im Zentrum und würde somit auch zu einer Stärkung der kleinteiligen Ladenstruktur entlang der Westfalenstraße führen."

Unter dem Ziel, das große Rather Einkaufszentrum vor Konkurrenz zu schützen, leidet der Stadtteil Mörsenbroich, zumal in den östlichen Wohngebieten kleine Geschäfte geschlossen wurden und der Wunsch nach einem Wochenmarkt sich nicht realisieren lässt. Wenigstens einen Marktwagen wollen die Lokalpolitiker auf der Wilhelm-Raabe-Straße einrichten, sind aber mit diesem Vorhaben nun erneut gescheitert. Nachdem dort kein geeigneter Platz gefunden wurde, wurde als Standort der Parkstreifen gegenüber der Polizeiwache vorgeschlagen. Das lehnt die Verwaltung aber ab. Grundsätzlich sei so ein mobiler Straßenhandel erlaubt, würde aber nicht genehmigt werden, da dafür viele Anfragen vorliegen würden. Und würde man in einem Fall eine Erlaubnis erteilen, müsste die Verwaltung das bei anderen Anfragen auch tun, was in dem Ausmaß nicht vertretbar sei.

Quelle: RP
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