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Auslaufmodell Spielhalle

Düsseldorf. uwe-jens.ruhnau

@rheinische-post.de

Spielhallen gehören zur Großstadt dazu, aber es ist sicher kein Fehler, sie einzuschränken. Schließlich kommt es in den Innenstädten, speziell in den Bahnhofsvierteln, zu großen Konzentrationen der Betriebe. Diese drücken das Niveau und machen es nicht leichter, Quartiere positiv zu entwickeln. Der Gesetzgeber verbietet die Hallen zudem nicht generell, was mit Blick auf das Grundgesetz (Eigentumsrecht und Berufsfreiheit) ja auch schwierig wäre.

Spielhallen verleiten im besten Fall zu harmlosem Vergnügen, im schlimmsten Fall machen sie Menschen spielsüchtig. Die Branche hat sich in der jüngeren Vergangenheit auf ihr schlechtes Image eingestellt und sich den "Spielerschutz" auf die Fahnen geschrieben. Mitarbeiter werden geschult, um Suchtfälle in der Kundschaft zu erkennen. Die Branchengröße Gauselmann führt sogar die biometrische Gesichtserkennung ein, für die sich Süchtige anmelden können. Ob es nutzt? Das Zocken bleibt ein Problem, wobei wie beim Thema Ladenöffnung der fade Beigeschmack bleibt, dass im Internet erlaubt ist, was in der analogen Welt eingeschränkt wird.

Quelle: RP
 
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