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Düsseldorf
Ausschuss kritisiert Mieterhöhungen in Hassels-Nord

Düsseldorf. Wie die Stadt die Berechnung der Mieterhöhung in Hassels-Nord beurteilt und die betroffenen Mieter unterstützt, wollten SPD und Grüne gestern im Ausschuss für Wohnungswesen wissen. Die Verwaltung erklärte, dass die Stadt nur mittelbar in den Fällen, in denen Kosten der Unterkunft bei Transferleistungen übernommen werden, beteiligt sei. Sie empfiehlt Betroffenen, mit dem Mieterhöhungsschreiben das Jobcenter oder die Grundsicherungsstelle aufsuchen. Mögliche Konstellationen sind: Die Miete wird anerkannt, Wohngeld wird erhöht oder die Wohnkosten müssen gesenkt werden, weil die Erhöhung nicht auf Dauer übernommen wird.

"Was sich da abspielt, ist ein böser Fehler des Systems", sagte Matthias Herz (SPD). Man habe sich gefreut, dass ein Investor zur Sanierung bereiterklärt habe. Die Mieterhöhungen seien unerträglich, weil "auf Kosten der Allgemeinheit Kasse gemacht wird".

Michaelo Damerow vom Mieterverein führte aus, dass der Investor die Höhe der neuen Miete zweimal reduziert habe auf jetzt 9,20 Euro pro Quadratmeter. Barbara Tully von der Diakonie betonte, dass die Mieterhöhung vor allem für Bewohner mit eigenem Einkommen seien. "Und das sind Menschen, die gerne in Hassels-Nord leben."

(sime/dr)
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