| 00.00 Uhr

Düsseldorf
Auszeichnung für Görres-Gymnasiasten

Düsseldorf. In Collagen verarbeiteten Schüler einer Seiteneinsteiger-Klasse ihre eigene Biografie.

Die vor allem von Flüchtlingen besuchte Seiteneinsteiger-Klasse 6d des Görres-Gymnasiums ist gestern im Oberlandesgericht mit dem renommierten Martin-Gauger-Preis des Bundes der Richter und Staatsanwälte in Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet worden. Benannt ist die alle zwei Jahre verliehene Auszeichnung nach dem einzigen namentlich bekannten Juristen, der es 1934 ablehnte, einen Eid auf Hitler zu leisten. Schüler in ganz NRW waren aufgerufen, sich mit dem Thema "Auf der Flucht" zu beschäftigen. "Die Kinder haben ihre eigenen Erfahrungen und Erlebnisse in einer großen Collage zusammengefasst. Wer davor steht und die Bilder auf sich wirken lässt, ist berührt und manchmal auch erschüttert", sagt Antonietta Zeoli, kommissarische Leiterin des Görres-Gymnasiums an der Königsallee.

Das sah auch die sechsköpfige Jury unter Leitung von OLG-Präsidentin Anne-José Paulsen so. Vor allem der kreative und zugleich behutsame Ansatz, den die Schüler wählten, sei beeindruckend. "Die einfachen, ohne technische Hilfsmittel gestalteten Collagen lassen die Dramatik der dahinter verborgenen Geschichten erahnen und bewegen daher", schreibt das Gremium. Prämiert wurden die Schüler des Görres-Gymnasiums mit dem dritten von insgesamt fünf Plätzen.

(jj)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Düsseldorf: Auszeichnung für Görres-Gymnasiasten


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.