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Düsseldorf
Bahn versteigert teils kuriose Fundsachen

Düsseldorf. Rund 220 Gegenstände sind in sechs Stunden bei der Versteigerung von Bahnfundsachen zu erwerben, 18.000 Euro wird das Team des Fundbüros am Ende eingenommen haben. Es scheint, als gäbe es an diesem Samstag kaum etwas, das Bahnreisende nicht in den Zügen vergessen: Da sind Bildbände, Tretroller, ein neues Kleid samt Blazer in Größe 36, eine Ausrüstung zum Kitesurfen, eine Porzellanpuppe. Einen Ordner mit Sammelkarten ersteigert Thomas Pelka aus Köln für 72 Euro. Er ist extra wegen der Auktion angereist. "Ich habe die Karten als Kind gesammelt", sagt der junge Mann. Er hofft, dass sich in dem Ordner wertvolle Sammelkarten befinden, die er weiterverkaufen kann.

Besonders elektronische Geräte sind bei den Bietern beliebt, viele Hände recken sich nach oben, wenn Tablets, Laptops oder Kameras zur Versteigerung stehen. Fast schon im Sekundentakt nennt Auktionator Walter Schreiner die Zahlen und kommt kaum hinterher, so schnell schießen die Arme in die Höhe.

Andreas Böing und Irina Shmahala sind zufällig vorbeigekommen. Das Paar aus Dormagen feiert seinen zehnten Hochzeitstag - und hat aus Spaß für 100 Euro einen Überraschungskoffer ersteigert. Vor allem Kleidung liegt darin, dazu Kleiderbügel, Socken, ein Schirm, ein Nagelklebeset, ein leeres Portemonnaie, ein afrikanisches Gewand. "Schatz, das ist deine Größe", witzelt Irina Shmahala beim Anblick des letzteren Gegenstands: ein Paar Sneaker. Die zwei sind zufrieden.

(kat)
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