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Düsseldorf
Bahnhöfe international bekannt

Düsseldorf. Jeweils ein Künstler hat eine der sechs neuen Stationen gestaltet.

Der Düsseldorfer Nahverkehr gehört nicht gerade zu den täglichen Themen in der US-amerikanischen oder britischen Presse. Am Wochenende änderte sich dies allerdings. Die "New York Times" und der "Guardian" berichteten über das "anspruchsvolle Kunstprojekt" in den U-Bahnhöfen der Wehrhahn-Linie. Erstmals hat eine deutsche Stadt ihre Stationen nicht nur ein bisschen verziert, sondern konsequent in die Hand jeweils eines Künstlers gegeben - und zugleich auf Werbeflächen verzichtet. Die haben die sechs Stationen mit je einem Werk versehen, das von der Oberfläche zu den Bahnsteigen führt. Folgerichtig waren die Künstler die ersten, die die Feierlichkeiten zum U-Bahn-Start eröffneten.

Die Grundidee zu besonderen Bahnhöfen ist so alt wie die Pläne für die Wehrhahn-Linie. Aus einem internationalen Wettbewerb mit 70 Architekturbüros gingen die Netzwerkarchitekten aus Darmstadt als Sieger hervor, die das Konzept mit Heike Klussmann umsetzten. Die fünf weiteren Künstler haben wie Klussmann an der Düsseldorfer Kunstakademie studiert.

Die Werke bedeuteten auch große Herausforderungen für die Ingenieure und Handwerker. So musste zum Beispiel für den Bahnhof Kirchplatz eine rote Wortschlange aus Stahl geschaffen und angebracht werden, am Graf-Adolf-Platz fließt ein lilafarbener Strom durch die grünen Glasverkleidungen nach unten.

Die Zusatzkosten für die Kunstwerke liegen nach Angaben der Stadt bei drei Millionen Euro.

(hdf)
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