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Wehrhahn-Linie
Bahnhof Bilk wird neuer Knotenpunkt in Düsseldorf

Wehrhahn-Linie: Bahnhof Bilk wird neuer Knotenpunkt in Düsseldorf
So sieht der neue Bahnhof aus. FOTO: Andreas Endermann
Düsseldorf. Die neuen Bahnsteige am Bahnhof Bilk gehen in Betrieb. Die wichtige Pendlerstation wird noch an Bedeutung gewinnen: In Zukunft sollen in Bilk auch Regionallinien der Bahn Halt machen. Wir haben die wichtigsten Infos im Überblick. Von Arne Lieb

Am Montag hat sich Historisches vollzogen: Als um 4 Uhr morgens der neue Bahnsteig am Bahnhof Bilk in Betrieb gegangen ist, war der Bau der Wehrhahn-Linie abgeschlossen. Alles habe problemlos geklappt, sagte eine Rheinbahn-Sprecherin auf Anfrage. Mitarbeiter sind vor Ort und zudem weisen Fußspuren von den Ersatzhaltestellen an der Brunnenstraße, Aachener Straße und Merowingerstraße den richtigen Weg. Am Montag werden zudem Handzettel verteilt, am kommenden Freitag können Fahrgäste an einem Infobus von 10.30 bis 18 Uhr Fragen stellen. 

Die Bahnsteige direkt vor dem südlichen Ausgang des Tunnels waren die letzten fehlenden Elemente für das Großprojekt - und sind ein weiterer Schritt dazu, dass sich der Bahnhof zum Nahverkehrs-Zentrum für die südliche Innenstadt entwickelt. Bald soll die S-Bahn-Station um einen Haltepunkt für die Regionallinien (RE) der Bahn erweitert werden.

Die wichtigsten Infos im Überblick:

  • Die neuen Bahnsteige Ab heute entfällt für Fahrgäste der Weg in die Nebenstraßen: Alle Stadtbahn-Linien fahren von den beiden neuen (oberirdischen) Bahnsteigen ab, die sich in Höhe der Bilker Arcaden befinden. In Bilk verkehren alle vier Wehrhahn-Linien (U71, U72, U73 und U83). Die Bus-Haltestellen (835, 836, SB56 und NE7) befinden sich in der Nähe: Der Haltepunkt stadtauswärts bleibt an der gewohnten Stelle vor den Bilker Arcaden, für Fahrten in Richtung Innenstadt geht ein neuer vor dem Real-Markt in Betrieb. Die Rheinbahn erhofft sich durch die kürzeren Wege beim Umstieg und durch bessere Übersicht einen spürbaren Gewinn an Attraktivität - und damit an Fahrgästen. "Wir wissen, dass Komfort sehr wichtig ist", sagt Sprecher Georg Schumacher. Eine Fahrgast-Zählung, die die Auswirkung der Wehrhahn-Linie dokumentiert, steht aber noch aus.
  • Die steigende Bedeutung Der Bahnhof Bilk hat sich durch den neuen Netzplan noch stärker zum Knotenpunkt entwickelt. Von dort lässt sich die südliche Innenstadt schnell erreichen, aber auch Universität und Uni-Klinikum. Die Fahrten in die Innenstadt sind durch die Wehrhahn-Linie kürzer und störungsärmer geworden, zudem bieten die Züge mehr als zehn Prozent zusätzliche Kapazität - die Verantwortlichen hoffen, viele Auto-Pendler zum Umstieg zu bewegen.
  • Die Verzögerung beim Bau Von Anfang an war klar, dass die neuen Bahnsteige in Bilk später in Betrieb gehen würden als die anderen neuen Stationen. Dafür hatten sich die Planer aus logistischen Gründen entschieden. Eigentlich galt als Starttermin der vergangene Sommer. Unter anderem, weil sich Lieferungen verzögerten, ist es nun Ende Oktober geworden. Komplett fertiggestellt sind Bahnsteige und vor allem ihr Umfeld noch nicht: Letzte Arbeiten sollen bei laufendem Betrieb erledigt werden, heißt es.
  • Der Regionalhalt In vier Jahren soll der neue Bahnsteig am S-Bahnhof fertig werden, dann werden dort auch RE-Linien halten. Dadurch werden viele Pendler, die heute am Hauptbahnhof umsteigen, schneller über Bilk ihr Ziel erreichen. Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) geht davon aus, dass sich die Zahl der Ein- und Aussteiger pro Tag im Schnitt von jetzt 10.700 auf rund 21.000 erhöht. Planung und Bau sollen rund 25 Millionen Euro kosten, derzeit läuft das Planverfahren. Bereits in diesem Jahr hat die Bahn rund eine Million Euro in die Station investiert. Im Rahmen der "Modernisierungsoffensive" wurde unter anderem ein Aufzug eingebaut.
Quelle: RP
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