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Düsseldorf
Bald Ausschreibung für "Ulmer Höh"

Düsseldorf: Bald Ausschreibung für "Ulmer Höh"
Zur Ulmer Höh informierten (v.l.) Maria Heinrichs, Marlene Utke, Eva Schäfer, Horst Wackerbarth, Philipp Tacer, Marina Spillner und Matthias Herz. FOTO: HJBA
Düsseldorf. Die Pläne für das Gelände der ehemaligen Justizvollzugsanstalt "Ulmer Höh" werden langsam konkret: Bis spätestens Ende September will der landeseigene Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB) das Areal für Investoren ausschreiben.

Das berichtete SPD-Ratsherr Philipp Tacer bei einer Info-Veranstaltung am Samstag in Derendorf. 500 Wohnungen sollen auf dem Areal entstehen - die Hälfte davon als öffentlich geförderte Wohnungen, umgangssprachlich Sozialwohnungen genannt. Während der südliche Teil des ehemaligen JVA-Geländes schon einen Investor gefunden hat, liegt das nördliche Areal seit Jahren brach. Für die entstandenen Verzögerungen erhebt Tacer Vorwürfe gegen den BLB, dessen Agieren er als zu träge bewertet. "Der BLB hat sich in den vergangenen Jahren zu sehr mit sich selbst beschäftigt", erklärt er. Tacer hofft nun auf eine zügige Entwicklung. Im besten Fall werde noch in diesem Jahr ein geeigneter Investor gefunden.

Ungewiss ist dagegen weiterhin die Zukunft der ehemaligen Gefängnis-Kapelle. Zwar kann das Bauwerk laut eines Gutachtens des BLB trotz des Brandes im April erhalten bleiben, doch wie sehr sich die Schäden auf einen möglichen Umbau auswirken, bleibt unklar. Die privat organisierte Baugruppe "Leben-Kunst-Ulmer-Höh" bekundet seit einigen Jahren schon Interesse an dem Bauwerk, um es für ein soziales Wohnprojekt zu nutzen. Ihre Planungen sehen 15 Wohnungen, davon acht öffentlich gefördert, vor. Die oberste Etage soll als öffentlicher Raum für Veranstaltungen dienen.

Fünf Millionen Euro hatte die Baugruppe ursprünglich für das Vorhaben eingeplant. Doch diese Kosten wurden im Vorfeld des Brandes kalkuliert. "Erst wenn wir das Gebäude selbst begutachtet haben, wissen wir, ob unsere Planungen noch umsetzbar sind", sagt Horst Wackerbarth, Sprecher der Gruppe. Für Mehrkosten habe die Gruppe jedoch kaum Spielraum. Wackerbarth befürchtet daher, dass am Ende ein anderer Investor den Zuschlag bekommt.

Ratsherr Tacer bewertet die Situation optimistischer. "Erst einmal müssen wir wissen, ob und wie die Kosten steigen werden", sagt er. Dann gebe es immer noch die Option, Fördermöglichkeiten durch die Stadt zu prüfen.

(dans)
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