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Düsseldorf
Bald gehören sie richtig dazu

Düsseldorf. Am Sonntag gehen Annika und Emilia zur Erstkommunion in Mörsenbroich. Ein halbes Jahr lang haben sich die besten Freundinnen darauf vorbereitet. Von Julia Chladek

Dass Annika in diesem Frühjahr zur Erstkommunion gehen würde, stand bei Familie Gralla schon lange fest. "In unserer Familie wird Glaube noch gelebt und wir gehen auch regelmäßig in die Kirche ", sagt Annikas Mutter Susanne. Mindestens genauso klar war für Annika, dass sie sich mit ihrer besten Freundin Emilia Timpe auf den Weißen Sonntag vorbereiten wollte - schließlich sind beide schon seit dem Kindergarten ein Herz und eine Seele.

Seit den Herbstferien haben sich die beiden Mädchen dazu gemeinsam mit den anderen Kommunionkindern aus St. Franziskus-Xaverius in Mörsenbroich immer sonntags nach der Messe getroffen. Neben biblischen Geschichten standen für die Kinder dabei auch Selbsterfahrung und Selbstreflexion auf dem Programm. "Wir haben immer viele Experimente gemacht und mussten dann beschreiben, wie wir uns fühlen. Das war toll und manchmal richtig lustig", berichtet Annika. "Aber auch gar nicht so einfach", ergänzt ihre Freundin Emilia. "Wir haben zum Beispiel auch ausprobiert, wie Lob und gute Worte oder Beleidigungen auf uns wirken und mussten uns dafür gegenseitig etwas ausdenken." Am Ende jedes Gruppentreffens gab es dann ein gemeinsames "Abendmahl" für die Kinder und ihre Eltern, die so immer teilhaben konnten. "Die Vorbereitungszeit war eine wirklich schöne gemeinsame Zeit für uns", resümiert auch Susanne Gralla.

Wenn Annika und Emilia von ihrem Kommunionskursus erzählen, merkt man, dass es ihnen eben nicht nur um das Event und die Geschenke geht. "Am meisten freue ich mich darauf, endlich ganz dazuzugehören", sagt Annika. Und auch Emilia sieht das so: "Endlich sitzen wir nicht mehr nur in der Bank, sondern dürfen vorne mit dabei sein."

Doch natürlich gibt es auch bei den Neunjährigen ganz alltägliche Probleme, Vorbereitungen und eine gehörige Portion an Aufregung rund um die Erstkommunion. Was bisher das Stressigste war? "Das Kleid!", antworten die beiden Mädchen und ihre Mütter wie aus einem Mund. Bei Emilia war es der Schnitt, der nicht passte, Annika schwankte lange zwischen Hosenanzug und Kleid. Letztlich fiel bei Beiden die Wahl auf ein kurzes, schlichtes Sommerkleid. "Es soll ja schließlich auch nicht aussehen wie ein Brautkleid", findet Mutter Susanne.

Und auch die Geschenke sind mittlerweile natürlich besorgt. Nur von einem weiß Annika schon: Sie bekommt ein Pandora-Armband, als Erinnerung an diesen ganz besonderen Tag. Emilia hat sich von ihren Verwandten Geld für ein Fahrrad gewünscht. "Und alles andere bleibt natürlich streng geheim", sagt Emilias Mutter Simone.

Und die Aufregung? Eigentlich seien sie gar nicht so aufgeregt, sagen Annika und Emilia - und ernten skeptische Blicke von ihren Müttern. "Die ganz große Aufregung und der ganz große Stress kommen wahrscheinlich erst am Sonntagmorgen", prognostiziert Simone Timpe und lacht.

Quelle: RP
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