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Düsseldorf
Bald kommen erste Pläne zur Kulturentwicklung

Düsseldorf. Die Arbeiten für den Kulturentwicklungsplan laufen seit dem Frühjahr - nun soll das vieldiskutierte Projekt zur Zukunft der Kulturlandschaft in die entscheidende Phase treten. Im Oktober wollen Projektleiter Patrick Föhl und sein Team die ersten konkreten Maßnahmen vorstellen, wie Museen, Bühnen und freie Szene gestärkt werden könnten. Die Vorschläge sollen dann im Beirat und mit den Kulturschaffenden diskutiert werden. Am Ende des Prozesses, den die Ampel-Kooperation aus SPD, Grünen und FDP angestoßen hat, sollen Leitlinien für die Kulturpolitik der kommenden Jahre stehen - und einige handfeste Vorhaben, die sofort umgesetzt werden können. Von Arne Lieb

Die Leiter des Projekts haben nach vielen Gesprächen und den ersten Workshops inzwischen eine Reihe von Kernfragen gefunden, die viele Kulturschaffende bewegen und im Mittelpunkt des weiteren Prozesses stehen sollen. So wünschen zum Beispiel viele Kulturschaffende eine bessere Vernetzung der Szene, eine stärkere Sichtbarkeit der Kultur in der Stadt oder auch transparentere Verfahren zur Vergabe von Fördergeldern.

Nach einer Konferenz zu ersten Ergebnissen am Montag haben Föhl und seine Mitstreiter von der Kulturpolitischen Gesellschaft in dieser Woche zwei weitere Workshops ausgerichtet. Am Dienstag kamen rund 130 Kulturschaffende im Zakk zusammen, um in Arbeitsgruppen zu verschiedenen Themen zu beraten, gestern gab es einen Workshop im FFT an der Jahnstraße, der für alle Bürger offen stand. Es kamen rund 50 Teilnehmer, viele von ihnen allerdings selbst Kulturschaffende. Sie tauschten sich in vier Gruppen aus und äußerten Wünsche und Kritik an der Kulturstadt.

Eher ungewöhnlich war laut Projektleiter Föhl dabei, dass die Teilnehmer insgesamt ein breites und ausreichendes Kulturangebot in Düsseldorf lobten - so zufrieden sei man in wenigen anderen Städten. Allerdings äußerten sie zugleich viele Wünsche, unter anderem nach einer besseren kulturellen Bildung.

Am 22. November sollen viele Ergebnisse bei einem weiteren, sehr großen Workshop zusammengetragen werden. Dann sollen 200 Personen teilnehmen. Zuvor gibt es noch einzelne Workshops zur Museumsreform und mit dem Kulturamt. Das fertige Papier soll Anfang des kommenden Jahres vorgestellt werden.

Quelle: RP
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