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Kommentar
Bankautomaten bitte erhalten

Meinung | Düsseldorf. Automatensprengungen sind gefährlich - trotzdem: Banken werden sich im Wettbewerb an einer bequemen Versorgung mit Bargeld messen lassen müssen - und die kostet. Von Thorsten Breitkopf

Viele Banken - Großbanken wie Sparkasse - haben ihr Filialnetz in Düsseldorf kräftig ausgedünnt. Die Kosten waren der Grund. Menschen für Auszahlungen zu bezahlen, war im Automatenzeitalter zu teuer.

Was folgte, waren unbemannte Automatenfilialen als Ersatz. Sie sollten die Versorgung der Düsseldorfer Bevölkerung auch abseits der Zentren sicherstellen. Dieser Plan aber scheint schwieriger realisierbar als gedacht. Denn die Automaten sind angreifbar. Jetzt baut zumindest ein Kreditinstitut nach den Filialen auch noch die Automaten ab.

Als Argument gilt: Menschen sind bei Sprengungen gefährdet. Tatsache ist aber auch, dass der Schutz der Automaten vor solchen Überfällen den Banken ebenfalls zu teuer ist. Einen Weg aber müssen Banken finden, ihre Kunden mit Bargeld zu versorgen, eigentlich rund um die Uhr. Das darf der Kunde erwarten. Und der Plan der Bank, gleichzeitig das Personal und die Kosten für Automaten einzusparen, ist das Gegenteil von Kundenfreundlichkeit. Banken werden sich im Wettbewerb an einer bequemen Versorgung mit Bargeld messen lassen müssen - und die kostet.

Quelle: RP
 
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