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Düsseldorf-Benrath
Barockfest: Lustwandeln im Schlosspark

Reise in die Vergangenheit beim Barockfest in Benrath
Reise in die Vergangenheit beim Barockfest in Benrath FOTO: Georg Salzburg
Düsseldorf. Zur zweiten Auflage des Barockfests in Benrath kamen rund 10.000 Besucher. Die Veranstalter sind zufrieden, obwohl sie am Samstag das Fest wegen des Unwetters vorzeitig abbrechen mussten. Sonntag ging es normal weiter. Von Bernd Schuknecht

Feiern wie einst Kurfürst Carl Theodor auf seinem Schloss in Benrath, das war die Idee, die Museumschef Stefan Schweizer hatte. Und die Idee im vergangenen Jahr kam so gut an, dass es am Wochenende eine Wiederholung des Spektakels gab - mit Vorführungen, traditionellen Handwerkern und Besichtigungen durch Schloss und Garten. Optimistisch gestimmt wollte das Stiftungsteam um Stefan Schweizer, an den Premierenerfolg anknüpfen - doch das Wetter spielte nicht mit.

Besucher Bereits zur Eröffnung am Samstag bildeten sich lange Schlangen an den beiden Einlässen. "Nach knapp einer Stunde haben wir bereits über 1000 Besucher gezählt", sagt Schweizer. Er plane, das Barockfest als Höhepunkt im sommerlichen Veranstaltungskalender der Stadt mit Auswirkung in die gesamte Region zu positionieren. Im vergangenen Jahr waren an beiden Tagen 25 000 Besucher bei freiem Eintritt gekommen, in diesem Jahr 10.000 - mit Eintritt.

Aktion Es gab zahlreiche Show-Darbietungen wie beispielsweise das rote Samtsofa von Tukkers Connexion, das ein verblüffendes Talk-Eigenleben entwickelte - genau wie im vergangenen Jahr. Vor allem die kleinen Besucher waren begeistert.

Führungen und Fahrten Auf großes Interesse stießen die Kahnfahrten auf dem Spiegelweiher sowie die Führungen durch die Museen und Gärten. Allerdings blieben Teile des Parks gesperrt - und werden es auch weiter bleiben. Denn der Orkan Ela hatte am Pfingstwochenende große Schäden angerichtet. In den waldnahen Bereichen verzichteten die Organisatoren auf Bühnen und Shows.

Höhepunkte Vielfach bestaunten die Besucher das Sandschloss samt barocker Szenerie, das der ukrainische Künstler Wladimir Degtyarov aus neun Tonnen Sand geschaffen hat. Hinter dem Schloss applaudierte das Publikum den "Artistokraten". Ihre slapstick-artige Artistik-Show, die Jonglage, Bodenakrobatik bis hin zum Drahtseil-Akt zeigte, spielte auch mit der Frivolität barocker Feste auf Lustschlössern. Auch die Greifvogelschau gehörte zu den Publikumsattraktionen. Nicht zu vergessen die Mitglieder des Vereins "Jardins des Epoques" in ihren bunten Kleidern mit weiten Reifröcken oder Jacketts mit Pluderhosen. Dazu trugen sie Perücken.

Wetter Samstagnachmittag setzte dann der große Regen ein. Das Publikum suchte Schutz in den Museen. Schnell waren die Gebäude proppevoll. Alle hofften, dass es weitergeht. Laut Durchsage sollte es eine Unterbrechung von 30 Minuten geben, danach das Programm nach Plan wiederaufgenommen werden. Doch durch den Starkregen stand die Technik teilweise unter Wasser, die Wiese war überflutet. So musste der ersten Barockfesttag beendet werden. Hier geht's zu den Bildern vom Samstag.

Krisenmanagement Der Vorstand reagierte flexibel, denn die Besucher konnten sich einen Stempel geben lassen, der mit der Tageskarte vom Samstag zum Wiedereintritt am Sonntag berechtigte.

Fazit Am Sonntag dann herrschte wieder ein reger Publikumszulauf. "Wir sind insgesamt mit dem Fest sehr zufrieden, zumal wir einiges noch verbessern konnten, und mit 10 000 Besuchern haben wir sogar unsere angestrebte Besucherzahl erreicht", resümierte Stefan Schweizer. Auch Eintritt zu nehmen habe sich bewährt.

Quelle: RP
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