| 00.00 Uhr

Bauarbeiten
A52-Anschluss der Böhlerstraße ist bald fertig

Bauarbeiten in Düsseldorf: A52-Anschluss der Böhlerstraße ist bald fertig
Bezirksbürgermeister Rolf Tups am neuen Anschluss Böhlerstraße auf Düsseldorfer Seite. FOTO: Hans-Jürgen Bauer
Düsseldorf. Im kommenden Jahr steht das Thema Verkehr weiter im Mittelpunkt. Auch die Planung des neuen Hallenbads soll vorangehen. Von Heide-Ines Willner

Der Wandel in den linksrheinischen Stadtteilen nimmt im nächsten Jahr eine weitere Etappe. Einige Bauvorhaben werden weitergeführt oder abgeschlossen, andere sind in der Planung. Die Bevölkerung sieht allermeist mit Skepsis auf die Veränderungen, wobei der Verkehr eine Schlüsselposition einnimmt. Froh können alle sein, dass der Anschluss Böhlerstraße an die A 52 nach rund 14 Jahren in die Endphase geht. "Ein Lichtblick", sagt Bezirksbürgermeister Rolf Tups (CDU). "Ich rechne im ersten Quartal 2018 mit der Fertigstellung." Auch Tobias Kühbacher (SPD) hofft auf eine Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur. "Das Verkehrskonzept Heerdt sollte überarbeitet werden."

Wird der eine Autobahnanschluss fertiggestellt, so rückt der nächste im kommenden Jahr mehr in den Fokus, denn auch der Heerdter Lohweg soll an die B 7 (Brüsseler Straße/A 52) angebunden werden. "Ich hoffe, dass es im nächsten Jahr konkreter, der Bau angestoßen wird", so Tups. Der zügige Verkehrsanschluss an das überregionale Netz sei im Hinblick auf die geplante Wohnbebauung am Albertussee einmal mehr wichtig. Dass dann auch die Brücke, die am Heerdter Lohweg über die B 7 führt, auf jeweils zwei Fahrspuren ausgebaut wird, wünschen sich neben der Politik vor allem die Heerdter. Die Verwaltung sieht jedoch keinen Handlungsbedarf. Tups macht aber den Heerdtern Hoffnung, denn: "Als die Planung für den Anschluss begann, hat noch niemand geahnt, dass am Albertussee ein neues Wohnviertel entsteht. Deshalb muss über einen neuen Brückenbau noch einmal nachgedacht werden."

Angesprochen auf die zunehmende Verdichtung der Wohnbebauung, sagt Tups: "Ich halte nichts davon." Es sei nicht angebracht, eine Stadt sinnlos wachsen zu lassen. "Wenn die Infrastruktur nicht mitwächst, dann ersticken wir im Verkehr. Eigentlich dürften wir keine Bebauung im Linksrheinischen mehr zulassen." Tups wird dann auch nicht müde, die Bahnlinie U81 zu verteidigen. "Wir brauchen sie, egal, ob mit einer Brücke über den Rhein oder einem Tunnel."

Hinter dem Parkplatz an der Pariser Straße ist der Standort für das neue Hallenbad im Linksrheinischen. FOTO: Christoph Reichwein

Im Fokus bleibt der Verkehrsknoten Handweiser, der nach Meinung des Bezirksbürgermeisters so belastet wie die Corneliusstraße ist. "Wünschenswert ist ein kompletter Umbau", so Tups. "Autos nach unten, die Bahn nach oben." Froh sei er, dass die Stadtverwaltung das Problem erkannt habe. In diesem Zusammenhang mahnt er immer wieder den Austausch mit den Nachbargemeinden Meerbusch und Neuss an. "Es geht nicht ohne sie", sagt er und erinnert daran, dass die Bezirksvertretung 4 schon vor Jahren den Anfang gemacht habe. "Wir müssen über den Tellerrand hinaus blicken."

Als gebürtiger Heerdter hat Tups den Ehrgeiz, vor allem auf lokaler Ebene etwas zu erreichen und bemüht sich dabei um einen Konsens mit den anderen Fraktionen FDP, SPD, Grüne und Linke. "Nicht auf der Stelle treten, mehr Gas geben und Fakten schaffen", so sein Credo. So freue er sich über die Fortschritte für die Hallenbadplanung, die im nächsten Jahr umgesetzt werden soll. Auch in diesem Punkt ist er sich mit Kühbacher einig. Erleichtert sind alle Bezirksfraktionen über die Fertigstellung der neuen Freizeiteinrichtung "West-End". Schließlich ist seit 2000 ein Neubau im Gespräch.

Markus Loh (Grüne) liegt die Schaffung von günstigem Wohnraum am Herzen. "Neben den Baugebieten in der Grünau und am Albertussee sollte auch der Wohnungsbau an der Hansaallee schnell umgesetzt werden." Froh sei er, dass den Bestandsmietern dort die soziale Verträglichkeit zugesichert wurde. Die Sprecher der Parteien hoffen auch im nächsten Jahr auf einen "inhaltsreichen und intensiven Disput in der Sache", um bei unterschiedlichen Parteizugehörigkeiten die besten Lösungen zu erarbeiten. "Ich freue mich auf den Austausch und die gemeinsame Arbeit in 2018", fügt Tups hinzu.

Quelle: RP
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Bauarbeiten in Düsseldorf: A52-Anschluss der Böhlerstraße ist bald fertig


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.