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Düsseldorf
Baudezernent Bonin geht nach Mönchengladbach

Düsseldorf: Baudezernent Bonin geht nach Mönchengladbach
Gregor Bonin. FOTO: Hans-Jürgen Bauer
Düsseldorf. Die Wahl ist für den 23. September vorgesehen. Streit zwischen CDU und SPD bei Neubesetzung ist programmiert. Von Ralf Jüngermann und Uwe-Jens Ruhnau

Die letzten Hürden wurden gestern aus dem Weg geräumt. Jetzt ist klar: Gregor Bonin (55) will nach Mönchengladbach wechseln, obwohl er noch für sieben Jahre als Bau- und Planungsdezernent in der Landeshauptstadt Düsseldorf gewählt ist. Bonin, der ein CDU-Parteibuch hat, wird in der Mönchengladbacher Ratssitzung am 23. September zum neuen Baudezernenten gewählt. In der CDU-Fraktion war Bonin schon am vergangenen Montag erklärter Favorit. Da unkten allerdings noch manche, der Coup werde schwer zu realisieren sein.

Nun herrscht Klarheit auf allen Seiten. In der Fraktionssitzung am Montag wird sich der gebürtige Gladbacher offiziell vorstellen. Danach entscheiden die CDU-Ratsmitglieder intern. Dass jemand den renommierten Bonin aus den eigenen Reihen nicht als Baudezernenten haben will, ist quasi ausgeschlossen. Im Rat zeichnet sich eine breite Mehrheit für ihn ab.

Architekten und Unternehmer aus Gladbach hatten ihn in den vergangenen Tagen regelrecht bestürmt, das Angebot anzunehmen. Andree Haack von der Industrie- und Handelskammer, der selbst von der CDU als potenzieller Kandidat für den Job auserkoren worden war, sagte der RP: "Wenn sich alle Gremien richtig entscheiden, bekommt Mönchengladbach einen Baudezernenten, der ein Riesengewinn für die Stadt ist." Haack wollte sich gestern nicht zu seinem weiteren Vorgehen äußern. Offenbar will er aber angesichts des Interesses des Düsseldorfer Baudezernenten die ihm angetragene Kandidatur nicht weiter verfolgen. Der dritte Aspirant, Paul Ketzer, Erster Beigeordneter aus Bottrop, gilt als chancenlos. Gregor Bonin hat die hervorragende Entwicklung Düsseldorfs seit 22 Jahren maßgeblich mit geprägt.

In Düsseldorf halten viele seinen Weggang für einen herben Verlust, FDP-Chefin Marie-Agnes Strack-Zimmermann meinte gar, sie werde sich notfalls vor die S-Bahn werfen, um Bonin in der Stadt zu halten. Ihre Ampel-Partner SPD und Grüne hatten dagegen ein schwieriges Verhältnis zu Bonin, politisch wie menschlich.

Sollte Bonin tatsächlich gehen, ist eine Auseinandersetzung um die Nachfolge programmiert. Die CDU will als stärkste Fraktion den Posten wieder besetzen, sie verliert bereits die Position des Kämmerers und den Stadtdirektor-Titel an die SPD.

Quelle: RP
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