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Düsseldorf
Baustart für Pavillon am Martin-Luther-Platz

Düsseldorf: Baustart für Pavillon am Martin-Luther-Platz
Zum Pavillon auf dem Martin-Luther-Platz gehören zwei große Terrassenflächen: Auf dem Platz und auf dem Dach stehen je 350 Quadratmeter zur Verfügung. Insgesamt gibt es auf dem Platz bald fast 1000 Sitzplätze. FOTO: Architekten
Düsseldorf. Der geplante Pavillion aus Glas, Stahl und Holz  am Martin-Luther-Platz soll ein breites gastronomisches Angebot haben. Die Eröffnung in der Düsseldorfer Innenstadt ist für Frühsommer 2017 geplant. Von Denisa Richters und Uwe-Jens Ruhnau

Der Pavillon mit seinem orange-braunen Cortenstahl und den Bögen lehnt sich in seiner Farbgebung an die Johanneskirche und die historische Fassade der Schadow Arkaden an. Der rund acht Meter hohe Innenraum, große Glasflächen und eine Vielzahl von Sonnensegeln auf dem Dach machen den Bau zu einem spektakulären Projekt. Baustart auf dem Martin-Luther-Platz soll im kommenden Monat sein, die Fertigstellung avisiert Harald Feit für den Frühsommer 2017. Feit ist als Geschäftsführer der Rheingrund Immobilien Verwaltungs-GmbH auch der Manager der Schadow Arkaden, die zur Rheinische Post Mediengruppe gehören. Derzeit wird nach dem passenden Betreiber für den Pavillon gesucht. "Wir möchten die Auswahl, die es in den Arkaden gibt, ergänzen", sagt Feit. Es soll ein außerordentliches, breites gastronomisches Angebot geben. Einige Bewerber haben sich bereits gemeldet.

Für Juan Pablo Molestina, der mit seinem Partner Thomas Fenner den Oberflächen-Gestaltungswettbewerb für den Bereich Kö-Bogen II gewonnen hat, ist der Pavillon enorm wichtig. Denn mit ihm beginnt die neue Düsseldorfer Innenstadt. Wer mit der Straßenbahn über die Corneliusstraße und die Berliner Allee in die Stadt fährt, wird als Erstes den neu belebten Martin-Luther-Platz entdecken. Mit Vapiano, dem gerade eröffneten Bonalumi, dem Eiscafé und eben dem Pavillon werden vier Lokale den Platz bespielen. Fast 1000 Plätze unter freiem Himmel sind dann dort vorhanden, der Pavillon bietet rund 830 Menschen Platz.

Rund acht Meter hoch ist der Innenraum des Erdgeschosses. Er ist geprägt durch viel Transparenz und damit Helligkeit. Von hier aus geht es auch zu einer Galerie sowie zur Dachterrasse. FOTO: Molestina

"Der Pavillon ist der Beginn der rheinischen Ramblas", sagt der Architekt, "auf der anderen Seite, am Nordende der neuen Allee mit ihren 160 Platanen, soll es ebenfalls einen solchen Bau geben." Der aber wird kleiner ausfallen als Molestinas Pavillon für den Martin-Luther-Platz. Dieser hat allein zwei Terrassen mit je 350 Quadratmetern, eine auf dem Platz, eine auf dem Dach. Im Erdgeschoss stehen 400 Quadratmeter im Restaurant zur Verfügung, auf der Galerie zusätzlich 150 Quadratmeter. Es können ein oder zwei Restaurants eingerichtet werden. Durch den gelochten Stahl können die Gäste hinaus gucken, am Abend schimmert das Licht nach außen durch. "Das wirkt wie bei einem Lampion", sagt Molestina. Die Anforderungen bei der Planung waren sehr speziell: Der annähernd dreieckige Bau ist eine Schottenkonstruktion aus massivem Holz, der in leicht gebogener Form direkt auf dem Autotunnel entstehen wird.

Bis zum Jahresende wird parallel der Martin-Luther-Platz neu gestaltet - sowohl vor dem Justizministerium als auch rund um die Johanneskirche. Die Fläche am Pavillon folgt, sobald dort die Bauarbeiten abgeschlossen sind. Unter diesem Bereich des Martin-Luther-Platzes ist die Tiefgarage der Schadow Arkaden auf nun rund 900 Plätze erweitert worden. Sie kann wegen der Platzgestaltung ab Montag die nächsten Wochen nicht mehr von Blumenstraße/Martin-Luther-Platz aus angefahren werden, sondern nur über die Berliner Allee.

Die Flächen rund um die Johanneskirche werden jetzt gestaltet: Vor dem Justizministerium (1) wird wieder Rasen gesät. Vor den Schadow Arkaden (2) entsteht eine Flanierzone, der Pavillon (3) wird neben den Bahngleisen errichtet. FOTO: Reichwein

Auf dem Platz zwischen dem Portal der Johanneskirche und dem Justizministerium wird wieder eine Rasenfläche angelegt. Zwischen Schadow Arkaden, dem Seitenflügel der Kirche und dem neuen Pavillon wird der Platz verkehrsberuhigt. Zugelassen ist dann dort nur Schritttempo. Das Ziel ist, dass Autofahrer die Fläche nur noch für die Zu- und Abfahrt zum und vom Parkhaus nutzen und nicht als Durchfahrtsstrecke Richtung Immermannstraße. Das Areal soll - begrünt mit neuen Bäumen - vor allem zur Flanier- und Aufenthaltszone werden.

Quelle: RP
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