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Düsseldorf
Baustellen legen Stadt-Verkehr lahm

Baustelle in Düsseldorf: Extremer Stau am Kö-Bogen-Tunnel
Die Verkehrslage in der Innenstadt gestern um 17 Uhr. FOTO: Tomtom Live Traffic
Düsseldorf. Die Arbeiten am Kö-Bogen-Tunnel sorgen seit gestern für extreme Staus im Innenstadtbereich. Autofahrer müssen noch die ganze Woche mit Verzögerungen rechnen. Am 23. April sollen die Straßen wieder freigegeben werden. Von Ludwig Krause und Ines Räpple

Hupkonzerte, verstopfte Kreuzungen und entnervte Autofahrer: Wer sich in dieser Woche in der Innenstadt bewegt, sollte noch eher als sonst das Auto stehen lassen und oder viel Zeit mitbringen. Selbst für die staugewohnten Düsseldorfer kommt es derzeit richtig dicke: Der Endspurt bei den Arbeiten am Kö-Bogen-Tunnel sorgt für erhebliche Verkehrsbehinderungen. Auch in den kommenden Tagen werden Autofahrer starke Nerven brauchen, die Sperrungen bleiben noch die ganze Woche.

Die Auswirkungen zeigten sich gestern mit voller Wucht. Autofahrer berichten, dass sie von der Karlstraße zu den Schadow Arkaden 50 Minuten benötigten. Dieselbe Zeit nahm die Strecke vom Rathaus zu den Schwanenhöfen in Anspruch. Auf der Berliner Allee ging es ab Graf-Adolf-Straße in Richtung Norden kaum im Schritttempo voran. Wer es bis zur Kreuzung Steinstraße geschafft hatte, musste wegen der Tunnelsperrung nach rechts oder links abbiegen - und stand wieder. Auch an der Kreuzung Immermann-/Oststraße brauchten die Autofahrer Geduld. "Zu Beginn der Woche staut es sich natürlich extrem", sagt Andrea Blome, Leiterin des Amtes für Verkehrsmanagement. Ihre Empfehlung für die kommenden Tage: "Wer nicht unbedingt mit dem Auto in die Innenstadt muss, sollte den Bereich großräumig umfahren." An der Entscheidung zur Vollsperrung halte sie aber fest. Ein anderer Weg - etwa die Bauarbeiten über Nacht durchführen zu lassen - käme nicht in Frage. "Wir haben schon in der Vergangenheit, wenn möglich, in Teilabschnitten gearbeitet. Nun muss aber die letzte Asphaltschicht aufgetragen werden. Das geht nur an einem Stück", sagt sie.

Stauchaos rund um Kö-Bogen-Baustelle FOTO: Ines Räpple

Zum Abschluss der mehrwöchigen Arbeiten wird bis 23. April auf der östlichen Seite der Kreuzung Hofgartenstraße/Maximilian-Weyhe-Allee/Jägerhofstraße sowie auf der Berliner Allee und der Immermannstraße neuer Asphalt aufgetragen. Auch der Süd-Nord-Tunnel ist deswegen gesperrt, der Verkehr wird großräumig umgeleitet. Eine Durchfahrt aus der Maximilian-Weyhe-Allee in die Jägerhofstraße und das Linksabbiegen in die Kaiserstraße sind nicht möglich. Die Jägerhofstraße ist ab der Jacobistraße gesperrt. An der Immermannstraße und Berliner Allee wird bis Mittwoch asphaltiert. Die Berliner Allee ist ab Steinstraße in Fahrtrichtung Nord gesperrt, die Immermannstraße zwischen Berliner Allee/Kö-Bogen-Tunnel und Kreuzstraße.

Immer wieder werden die Autofahrer durch das Großprojekt Kö-Bogen auf die Probe gestellt. Im November wurde mit dem Nord-Süd-Tunnel die letzte Durchfahrt für den Autoverkehr geöffnet. Seit Mitte März musste die stark befahrene Kreuzung Hofgarten-/ Jägerhof-/ Kaiserstraße/ Maximilian-Weyhe-Allee aber für weitere Arbeiten immer wieder teilgesperrt werden.

Auch wenn die Lage derzeit angespannt ist, appelliert Amtsleiterin Andrea Blome an das Durchhaltevermögen der Autofahrer. "In ein paar Tagen ist es überstanden", sagt sie. Dann werden die Sperrungen wieder aufgehoben. Komplett freie Fahrt gibt es aber auch dann nicht: Im Tunnel muss noch die Lärmschutzverkleidung angebracht werden. Das lasse sich zwar relativ verkehrsverträglich regeln - bedeute im Tunnel aber auch nur eine freie Fahrspur und Tempolimits, voraussichtlich bis zum Frühsommer.

Quelle: RP
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