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Standpunkt N. Öztürk
Befristungen weiter eindämmen

Düsseldorf. "In Düsseldorf steigt die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung kontinuierlich. Mit einem Anteil von 89 Prozent hat sie wieder ein hohes Niveau erreicht. Während manche atypische Beschäftigungsformen wie Teilzeit, Befristungen und Leiharbeit in 2016 wieder zunahmen, sank die Quote der geringfügigen Beschäftigung im dritten Jahr in Folge. Weniger Minijobs und mehr sozialversicherungspflichtige Arbeit trotz der Einführung des Mindestlohnes.

Der Mindestlohn hat keine Jobs gekostet. Er hat Vielen einen Lohnzuwachs beschert. Es ist gut, dass zu Beginn dieses Jahres der Mindestlohn erhöht wurde, wobei die Anhebung höher sein könnte. Wichtig ist nun, dass atypische Beschäftigungsformen zurückgedrängt werden. Nicht befristete, unsichere und schlecht bezahlte Arbeitsplätze braucht die Landeshauptstadt, sondern sichere, tariflich fair entlohnte und mitbestimmte Arbeitsplätze.

Wo viele Menschen nicht von den "Erträgen" ihrer Arbeit leben können, wird die Zukunft verspielt. Vor allem die Zukunft von jungen Menschen und Berufseinsteigern. Prekäre und geringfügige Beschäftigung mit Niedriglöhnen kann und soll in der Zukunft kein Geschäftsmodell mehr sein. Dabei gilt: Die Einhaltung von Regeln und Gesetzen ist ein Gebot des Rechtsstaates, auch in der Arbeitswelt."

Quelle: RP
 
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