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Düsseldorf
Berufung gegen Hoverboard-Urteil

Düsseldorf. Nach der bundesweit ersten Verurteilung für das Fahren mit einem elektrischen Skateboard auf öffentlichen Straßen will der betroffene Informatiker Oleg B. Protest einlegen. Das Amtsgericht hatte ihn in der vergangenen Woche zu 1200 Euro Strafe verurteilt, da er angeblich ohne Führerschein und Versicherungsschutz mit dem Gefährt auf dem Gehweg an der Kölner Straße erwischt worden war.

Als Autofahrer besitze er aber einen Führerschein, hält B. dagegen. Auch sei die Strafe für die Nutzung eines umweltfreundlichen Strom-Gefährts "viel zu hoch". Im August war B. mittags mit dem Gefährt, das einem Skateboard mit Elektromotor gleicht und nur durch Gewichtsverlagerung gelenkt wird, von Polizisten auf dem Gehweg fahrend angehalten worden. Rechtlich gelten die Gefährte als Kraftfahrzeuge mit einem Tempo von mehr als 6 km/h, müssten haftpflichtversichert sein, und der Fahrer müsste zudem eine Fahrerlaubnis vorweisen. Faktisch dürfen sie also nur auf Privatgelände bewegt werden. B. gab gestern an, er habe via Internet gleich drei dieser Boards (je 245 Euro) gekauft, die beiden anderen seien von seinen Kindern (6/10) genutzt worden. Doch seit er damit von der Polizei gestoppt wurde, müssen auch die Kinder die Boards stehenlassen.

"Mir war das alles ziemlich unangenehm, ich kam mir vor wie ein Verbrecher." Zudem "fuhr ich höchstens Schritt-Tempo, eher weniger!" "Bei gutem Wetter" habe er die Strecke bis zu seinem Arbeitsplatz schon mehrfach per Hoverboard zurückgelegt, also mit umweltschonender Fortbewegung.

Einen Termin für den öffentlichen Prozess steht noch nicht fest.

(wuk)
 
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