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Düsseldorf
Betrugsprozess gegen Polizisten wird neu aufgerollt

Düsseldorf. Ergebnislos abgebrochen hat das Amtsgericht gestern den Betrugsprozess gegen einen Polizeibeamten (47) und seine Frau (37).

Beide sollen laut Anklage sechs Rechnungen für Klinik-Behandlungen beim Vater des Polizisten frei erfunden und als Beihilfe-Anträge beim Landesamt für Besoldung eingereicht haben. Fast 70.000 Euro sollen dadurch zu Unrecht ausgezahlt worden sein. Das Paar habe davon seinen angeblich luxuriösen Lebensstil samt Ägypten-Reise für 5000 Euro bezahlt.

Die Frau, die 2010 als Krankenschwester in jener Klinik beschäftigt war, die ihren Schwiegervater behandelt haben sollte, hatte im Vorfeld alle Schuld auf sich genommen. Angeblich habe ihr beamteter Gatte, der Zugriff auf das Konto seines Vaters besaß und die darauf eingehenden Beihilfezahlungen angeblich sofort auf eigene Konten umbuchte, von den gefälschten Rechnungen nichts geahnt, beteuerte die Frau. Der Staatsanwalt misstraut dieser Version. Da auch ein Rechtsgespräch hinter verschlossenen Türen gestern keine Einigung ergab, brach das Gericht die Hauptverhandlung ab. Im Oktober soll das Verfahren wegen Betrugs dann komplett neu aufgerollt werden.

(wuk)
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