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Düsseldorf
Bettina Böttinger spricht über Krebs

Düsseldorf. Die Journalistin berichtete von dem Leiden einer Freundin.

Wenn man als Kind einer an Tuberkulose erkrankten Mutter geboren wird - und das in den 1950er Jahren - dann "hat man keine Angst vor Krankheiten", sagt die WDR-Moderatorin Bettina Böttinger. "Aber ich weiß, wie wichtig neben der Therapie auch die seelische Betreuung und Unterstützung ist." Und seitdem sie ("ich bin zum Glück selbst gesund") vor knapp vier Jahren erlebt hat, wie ihre beste Freundin an Brustkrebs gestorben ist, engagiert sich die 59-Jährige gebürtige Düsseldorferin für den von der Ärztin Ingrid Resch initiierten Verein Zebra, dem unabhängigen Zentrum für Brustkrebs und Brustgesundheit.

In ihrer Eigenschaft als "Schirmfrau" der Zebra-Charity-Golfturniere ließ sich Böttinger nicht lange bitten, gestern im Steigenberger Parkhotel vor rund 80 Gästen, darunter auch einige männliche, einen Vortrag zu halten. Die Journalistin warb für mehr Mitleiden mit kranken Menschen. "Bis zum Ende habe ich meine Freundin begleitet, die das letzte Jahr ihre Wohnung nicht mehr verlassen konnte, ich habe versucht, ihr zu helfen, aber das Schlimmste war, dass sie sich trotzdem so isoliert und verzweifelt fühlte", sagt Bettina Böttinger.

Krankheit - auch nicht ansteckende - mache Angst, vor allem den Betroffenen, aber auch den Angehörigen und Freunden. Die Isolation sei ein großes Problem, betonte Ingrid Resch. "Wir wollen mit unserer Arbeit, unseren Informationen helfen, die Angst zu verlieren. Denn Wissen hilft heilen."

Und weil der Verein seine Arbeit ausschließlich durch Spenden finanziert, bietet Parkhotel-Direktor Carsten Fritz, im "Brustkrebs-Monat" Oktober "pinker Champagner mit pinken Macarons" an, wovon ein Teil an das Brustberatungszentrum Zebra geht.

(dh)
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