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Düsseldorf
Bezahlbare Wohnungen für den Stadtbezirk 2

Düsseldorf: Bezahlbare Wohnungen für den Stadtbezirk 2
Die Stadtteilpolitiker in der Bezirksvertretung 2 hoffen darauf, dass endlich die Schrottimmobilie an der Dorotheenstraße saniert wird. FOTO: Hans-Jürgen Bauer
Düsseldorf. Viele Wünsche haben die Stadtteilpolitiker in Flingern und Düsseltal. Zweiter Bauabschnitt für Wiederaufbau Zoopark wird umgesetzt. Von Nicole Kampe

Ein bewegtes Jahr neigt sich dem Ende entgegen. Was wird wichtig in den kommenden zwölf Monaten? Ein Ausblick auf die relevanten Themen 2018.

Schrottimmobilien Das eingerüstete Haus an der Ecke Birken-/Dorotheenstraße beschäftigt die Politiker im Stadtbezirk 2 schon seit Jahren. Und seit Jahren wünschen sie sich, dass endlich Bewegung in die Sache kommt. Auf "eine Wende bei der Schrottimmobilie" etwa hofft Harald Schwenk von den Grünen; die Sanierung des Eckhauses fordert Ben Klar von den Linken. Still steht auch das Bauprojekt an der Ackerstraße 144, die Ackerlofts hätten in diesem Jahr schon bezogen werden sollen. Stattdessen verfällt die Fassade des Vorderhauses. Die meisten Subunternehmen haben ihr Arbeitsgerät abgezogen.

Bauen Überhaupt wird das Thema Bauen auch 2018 ein wichtiges werden im Stadtbezirk 2, "mehr sozialen Wohnungsbau und weniger Trickserei der Investoren", wünscht sich Schwenk. Für bezahlbare und schöne Wohnbebauung in Flingern und Düsseltal will sich Ulf Montanus von der FDP einsetzen. Auf eine Erhöhung der Quote für geförderten Wohnungsbau bei neuen Projekten hofft Klar. Annelies Böcker (CDU) will bei Baugenehmigungen und Bauempfehlungen trotz des Baubooms mit kritischerem Blick auf die Nachhaltigkeit pochen, also "nur eine angemessene Verdichtung zulassen und nicht jeden Quadratmeter im Bestand zubauen. Stattdessen müssen wir kleine, begrünte Freiflächen schaffen."

Schulen Auf der Agenda der Politik im Stadtbezirk 2 werden im nächsten Jahr auch die Schulen stehen: Montanus formuliert es allgemein, "die Renovierung der Schulen werden wichtig". Böcker wird konkreter. Sie spricht von der Erweiterung der Carl-Sonnenschein-Grundschule an der Graf-Recke-Straße, die "endlich eine eigene Turnhalle" bekommen soll. Und auch das Goethe-Gymnasium soll mit einer Zweifachsporthalle ausgestattet und mit Kunst am Bau verschönert werden.

Zoopark Fortschritte wollen die Politiker im Zoopark sehen; auf die zügige Umsetzung des zweiten Bauabschnitts im Zoopark freuen sich Schwenk und Montanus. Urban Gardening könnte sich der Grünen-Politiker dort vorstellen. 470.000 Euro wird der Wiederaufbau kosten.

Plätze Weitere Spielplätze stehen auf dem Grünen-Wunschzettel und eine verbesserte Fahrrad-Infrastruktur, außerdem will man sich parteiübergreifend im kommenden Jahr für den Dorotheenplatz einsetzen, ihn "ausräumen und auffrischen", wie Schwenk sagt, unter anderem dort die Linienführung des Fahrradwegs verbessern. Montanus setzt auf mehr Sauberkeit und ein verbessertes Container-System in den Stadtteilen. Außerdem sei die Erneuerung einiger Straßen und Bürgersteige fällig, so Montanus. Den zweiten Bauabschnitt für den Schillerplatz würde Annelies Böcker gerne vorziehen, die sich wie FDP-Kollege Montanus auf den Neubau des Hallenbads und die Sanierung des Freibads am Flinger Broich freut.

Verkehr Weil Böckers politischer Schwerpunkt unter anderem auf dem Verkehr liegt, sollen auch Düsseltal und Flingern davon profitieren. Ihre Wunschliste ist lang: Die Fahrgeräusche der Straßenbahnen, vor allem auf der Humboldtstraße will sie reduzieren, so wie es auf der Uhlandstraße schon geschehen ist, wo Gleise mit zusätzlichem Schallschutz erneuert wurden. Von "anwohnerfreundlicher Verbesserung der Gleisanlagen", spricht Harald Schwenk, der Böckers Vorhaben unterstützt. Die Endhaltestelle der Buslinie 725 will die CDU-Frau von der Humboldtstraße an die Rethelstraße verlegen, "das ist besonders dringend", sagt sie. Auch der Bau des Rhein-Ruhr-Expresses, kurz RRX, wird die Politiker im Stadtteil weiter begleiten, die sich für eine teiltransparente Schallschutzwand im Bereich der Buscher Mühle einsetzen. "Und wir müssen aus dem gescheiterten Verkehrsberuhigungsversuch am Höher Weg lernen", sagt Böcker, "das war für alle vorhersehbar." Die Verwaltung habe vor Beschluss der BV aufwendig dazu recherchiert.

Quelle: RP
 
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