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Die Woche In Den Stadtteilen
Bezahlbarer Wohnraum für die Elisabethstraße

Meinung | Düsseldorf. Die SPD im Stadtbezirk 3 setzt sich für ein barrierefreies, generationsübergreifendes und bezahlbares Wohnmodell ein. Eine gute Idee für das strategisch wichtige Areal. Von Semiha Ünlü

Das weitläufige Areal an der Elisabethstraße sieht zurzeit alles andere als attraktiv und lukrativ aus, nutzt die Stadt es zurzeit doch vor allem als Abstellfläche für Fahrzeuge und Container für die Großbaustelle Wehrhahn-Linie. Doch das Areal hat Vorzüge, die es anderenorts in Düsseldorf kaum noch gibt. Es liegt strategisch äußerst günstig, nämlich zentral, ist verkehrstechnisch sehr gut angebunden (unter anderem an S-Bahnen), und Geschäfte und Anlaufstellen für den täglichen Bedarf sind fußläufig erreichbar.

Verständlich also, dass die SPD sich schon jetzt, wo der Countdown für die Eröffnung der Wehrhahn-Linie eingeläutet worden ist, stark macht für die Entwicklung eines Nutzungskonzeptes. Wie das aussehen könnte, haben die SPD-Politiker in ihrem Antrag formuliert, der in der Sitzung der Bezirksvertretung 3 am kommenden Dienstag diskutiert und zur Abstimmung gebracht werden soll. "Eine weitere Nutzung als Parkfläche entsprechend dem Planungsrecht kommt durch das Parkhaus in den Arcaden nicht mehr in Betracht", schreiben die Politiker darin. Sie schlagen vor, "ein Modellprojekt für den in Düsseldorf dringend erforderlichen Wohnungsbau zu entwickeln". So sollte die Städtische Wohnungsgesellschaft (SWD) mit weiteren Partnern wie den in Düsseldorf aktiven Wohnungsbaugenossenschaften die Möglichkeit erhalten, dort bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Wünschenswert, findet die SPD, sei es, an der Elisabethstraße ein barrierefreies und damit auch altersgerechtes Bauen oder gar Mehr-Generationen-Wohnen zu ermöglichen. Um eine größtmögliche Akzeptanz in der Bürgerschaft zu erhalten, schlagen die Politiker ein Werkstattverfahren vor, um weitere Ideen für das knapp 9000 Quadratmeter große Areal zu sammeln und zu diskutieren.

Die Stadt sollte den Vorstoß der SPD im Bezirk 3 unterstützen, denn er ist plausibel und weitsichtig und würde dem Wunsch vieler Düsseldorfer nach mehr bezahlbarem Wohnraum entsprechen. Ob Flüchtlinge, Studenten, Berufseinsteiger oder Senioren: Die Zahl der Menschen in Düsseldorf mit überschaubaren Einkünften wächst schnell, die Zahl bezahlbarer Wohnungen aber nur schleppend.

Für preisgünstigen Wohnraum zu sorgen, ist eine der größten Herausforderungen einer jeden Großstadt. An der Elisabethstraße bietet sich in der Landeshauptstadt jetzt an strategisch günstiger Lage eine wunderbare Chance.

Die sollte die Stadt auch nutzen.

Quelle: RP
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