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Düsseldorf-Süd
Bezirkspolitik will mehr Geld für Projekte

Düsseldorf-Süd. Es geht unter anderem um Planungsmittel für die Sporthalle Itterstraße, die Umgestaltung des Benrather Rheinufers sowie die Finanzierung eines Treffs für Suchtkranke am Kamper Acker. Von Andrea Röhrig

Die vermeintlich reiche Stadt Düsseldorf muss ein bisschen besser haushalten. Das wird sich im kommenden Jahr in vielen Bereichen bemerkbar machen. So gesehen waren die Mitglieder der Bezirksvertretung 9 mit ihren Wünschen für den städtischen Haushaltsetat für 2017 bescheiden. Allerdings gibt es gleich drei Anträge für den Sportausschuss. Die Stadtteilpolitiker wollen wenigstens Planungsmittel in Höhe von jeweils 50.000 Euro in das Finanzwerk eingestellt wissen möchten, damit die Umsetzung von für den Stadt-Süden wichtigen Projekten ab 2017 angegangen werden kann.

Unter anderem geht es um den Bau einer Dreifachsporthalle auf dem alten Sportplatz an der Itterstraße. Auf dem Areal sind aktuell Flüchtlinge in Zelten untergebracht; die städtische Flüchtlingsbeauftragte hatte den Holthausenern im Gegenzug zugesagt, dass sie sich für eine anschließende Realisierung der Halle einsetzen werde. Der Bau dieser Halle steht seit 2001 im Masterplan Sportstätten.

Sorgen bereiten den Stadtteilpolitikern auch die Kunstrasenfelder auf den Sportanlagen Woermannstraße und Am Wald. Beide sind von den Vereinen kaum noch nutzbar. Alle Fraktionen in der BV 9 sind sich einig, dass dafür jeweils 50.000 Euro Planungskosten in den Etat 2017 eingestellt werden sollten. Doch ob das so kommt, liegt nicht in der Hand der BV-Mitglieder, sondern des Stadtrates.

Einstimmig wurde in der Sitzung der BV ein Antrag der SPD angenommen. Die will, dass die Stadt für kommendes Jahr 15.000 Euro bereit stellt, damit die von der Politik gewünschte Umgestaltung für das Benrather Rheinufer aus einer Hand geplant werden können. Laut Udo Skalnik, stellvertretender Bezirksbürgermeister, gebe es für den Bereich aktuell mehrere Planungen von unterschiedlichen Akteuren, die zusammen geführt werden müssten. Explizit zählte er den Bau des Hochwasserschutzes für das Diepental, den Umbau der Itter-Mündung samt Verlegung des Anlegestegs des Ruderclubs sowie die Planungen für die Reaktivierung eines Schiffsanlegers auf.

Für ein Projekt fordern die Stadtteilpolitiker hingegen nicht nur Planungsmittel, sondern eine entsprechende Haushaltsposition für die Umsetzung. Es geht um einen Sozialraum mit einem ambulanten, niedrigschwelligen und sozialpsychiatrischen Beratungs- und Betreuungsangebot am oder in der Nähe zum Kamper Acker. Der Sozialdienst für katholische Frauen und Männer (SKFM) hat mit seinem Angebot für Suchtkranke, "Kompass", sogar schon ein Konzept entwickelt. Dieses war der BV im Frühsommer vorgestellt worden.

Quelle: RP
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