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Düsseldorf
Bezirkspolitiker stimmen über Mutter-Ey-Platz ab

Düsseldorf. Eine ähnlich kontroverse Diskussion wie bei der Bennennung eines Platzes nach dem verstorbenen Oberbürgermeister Joachim Erwin ist nicht zu befürchten, wenn in der Sitzung der Bezirksvertretung 1 am kommenden Freitag (14 Uhr, Rathaus) eine weitere Platzbenennung auf der Tagesordnung ansteht: Die Bezirkspolitiker wollen beschließen, dass eine Fläche zwischen dem Andreasquartier - auf dem Areal des ehemaligen Land- und Amtsgerichts entstehen gerade luxuriöse Eigentumswohnungen - und der Neubrückstraße den Namen Mutter-Ey-Platz erhält. Von Marc Ingel

Johanna Ey (1864-1947), eben besser bekannt als (Künstler)Mutter Ey, unterstützte um 1930 bekanntermaßen mit ihrem Brotverlag an der Ratinger Straße und später in ihrer Kunsthandlung am Hindenburgwall Düsseldorfer Künstler. Sie gilt als Miturheberin der Rheinischen Sezession und ist die wohl meistportraitierte Frau Deutschlands.

Auf Wunsch des Investors Frankonia Eurobau wird bereits ein Mutter-Ey-Denkmal realisiert: Die vom Bildhauer Bert Gerresheim entworfene und von dem Kunstgießer Professor Karl-Heinz Schmäke ausgeführte, 2,50 Meter hohe Bronzeskulptur von Johanna Ey wird auf dem Grundstück des Andreasquartiers an der Neubrückstraße errichtet. Möglicherweise wird im Sockel ein Text von Max Ernst zu lesen sein, den er einst zum 65. Geburtstag von Johanna Ey verfasste: "Großes Ey wir loben dich, Ey wir preisen deine Stärke, vor dir neigt das Rheinland sich, kauft gern und billig deine Werke."

Weiterhin entsteht dort ein Café, das nach Mutter Ey benannt werden soll, sowie eine Galerie, durch eine Wendeltreppe über das Café erreichbar, die jungen Künstlern der Kunstakademie die Möglichkeit bieten könnte, ihre Werke auszustellen. Daher soll, so der Wunsch der Politiker, nun auch gleich der gesamte Platz um das Denkmal herum und vor dem Café den Namen Mutter-Ey-Platz erhalten.

Quelle: RP
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