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Düsseldorf
Bezirksvertretung gegen Verkauf von Sana-Anteilen

Düsseldorf. Mit einem eindringlichen und emotionalen Appell hat sich die Betriebsratsvorsitzende der Sana-Kliniken, Susanne Quast, in der Sitzung der Bezirksvertretung 7 gegen den anstehenden Verkauf der städtischen Anteile an den beiden Krankenhäusern geäußert. Aus ihrer Sicht wäre das fatal. "Die Stadt ist als moralische und soziale Instanz insbesondere im Aufsichtsrat unverzichtbar." Sie fürchtet dabei vor allem um das Kinderneurologische Zentrum (KNZ) in Gerresheim. "Es schreibt Verluste, der allein auf Gewinn orientierte Sana-Konzern wird es nicht halten. Die dort geleistete Arbeit ist aber von enormer Bedeutung für die gesamte Region", sagt Quast. Ohne städtische Vertreter im Aufsichtsrat wäre das KNZ in seiner Existenz extrem gefährdet. Das gelte auch für die Gynäkologie. Die Sana-Leitung will sich derzeit nicht öffentlich äußern.

Die CDU brachte in nicht-öffentlicher Sitzung einen Antrag ein, der mit knapper Mehrheit angenommen wurde und in dem darauf gedrängt wird, von einem Verkauf der städtischen Anteile Abstand zu nehmen. "In Bezug auf die Mitarbeiter und eng mit dem Krankenhaus verbundener Vereine wie Freundeskreis und Bürgerhilfe Gerresheim sehen wir es als erforderlich an, dass die Stadt Düsseldorf ihre Einflussmöglichkeiten behält", erklärt Fraktionschef Rainer Klöpper. Vize-Bürgermeister Hanno Bremer meint: "Die städtische Mitsprache ist mit 49 Prozent immer noch erheblich. Dadurch sind die Mitarbeiter der Klinik ein Stück weit geschützt."

(arc)
 
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