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Streit um Bienen im Kleingartenverein
Bienenhalter und Vereinsvorstand wollen reden

Streit um Bienen im Kleingartenverein: Bienenhalter und Vereinsvorstand wollen reden
Sebastian Schmidt (23) möchte sein kleines Bienevolk weiter im Kleingarten halten. FOTO: A. Bretz
Düsseldorf. Im Streit um die Bienenhaltung in der Kleingartenanlage "Im Brühl" in Gerresheim hat der Vereinsvorstand dem Bienenbesitzer ein klärendes Gespräch angeboten. Am Mittwoch soll es soweit sein.

Ihm sei daran gelegen, eine Lösung zu finden, so der Vereinsvorsitzende Bernd Ems. "Wir sind ja alle vernünftige Menschen." Er betonte, dass die Kündigung des Pachtvertrags bisher keine beschlossene Sache sei.

Der Streit entzündete sich an der Frage, ob es erlaubt ist, Bienen in einer Kleingartenparzelle zu halten. Der Verein hatte dem 23-jährigen Sebastian Schmidt untersagt, im Garten seiner Eltern einen kleinen Schwarm von 5000 Bienen zu halten. Er hatte dem Bienenhalter eine Frist bis Sonntag gesetzt, die Tiere zu entfernen. Die Begründung: Dauerhafte Kleintierhaltung sei "Im Brühl" nicht erlaubt.

Schmidt hatte sich mit dem Hinweis geweigert, dass Bienen keine Kleintiere seien. In der Kleingartenordnung der Stadt Düsseldorf ist Bienenhaltung explizit erlaubt, "sofern die nachbarschaftliche Zustimmung gegeben ist und Allergiker sich nicht ständig in unmittelbarer Umgebung aufhalten". In unserer Redaktion gingen zahlreiche Kommentare und Zuschriften von Kleingärtnern sowohl aus Düsseldorf als auch aus anderen Städten ein, die betonten, Bienenhaltung sei bei ihnen erwünscht.

Bienenhalter Sebastian Schmidt zeigte sich vorsichtig erfreut über das Gesprächsangebot des Vereinsvorstands. Er hoffe, noch einmal seinen Standpunkt darlegen zu können, so Schmidt. "Ich will das schon seit der ersten Kritik friedlich lösen. Echt schade, dass sowas erst öffentlich werden muss, damit Gesprächsbereitschaft entsteht."

(hpaw)
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