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Düsseldorf
Bierfest braucht bessere Werbung

Düsseldorf. Statt der erwarteten 8000 kamen gerade mal 4000 Gäste - und selbst diese Zahl ist fraglich.

Ein trauriges Bild zeigte sich jetzt in der Esprit-Arena. Laut Veranstalter sollte es dort an den vergangenen Abenden "Ausgelassene Biergarten-Atmosphäre, preisgekrönte Biere und tolles Programm" geben. Die Veranstalter hatten nach eigenen Angaben mit insgesamt 8000 Besuchern an beiden Tagen gerechnet. Laut jüngster Pressemitteilung waren es 4500. "Die einzigartige Veranstaltung im Rahmen des Arena-Sommer soll sich in den kommenden Jahren etablieren", heißt es. Doch davon ist das Bierfest noch weit entfernt. Am Sonntag hatten nicht einmal 500 Besucher den Rasen der Fortuna betreten, von denen am Nachmittag aber bereits die Hälfte der Gäste die Arena wieder verlassen hatten. Und Besucher vom Samstag berichten von weniger als 200 Bierfreunden und vielen leeren Bierbänken, die sehr verloren wirkten in dem großen, ebenfalls leeren Stadion.

Düsseldorf Congress Sport & Event (DCSE) zieht Konsequenzen aus dem geringen Andrang, kann sich eine Wiederholung der Veranstaltung aber dennoch vorstellen. "Mit der Besucherzahl können wir natürlich nicht zufrieden sein", sagt Hilmar Guckert, Sprecher der DCSE-Geschäftsführung. "Aber die Stimmung war gut." Er könne sich vorstellen, dass es 2017 wieder ein Bierfest gibt, dies müsse man dann aber längerfristig und intensiver bewerben. Die Entscheidung für den Arena-Sommer und das Fest war erst im Frühjahr gefallen.

Zu den Konsequenzen zählt eine veränderte Werbung. Ursprünglich waren alle Veranstaltungen unter der Marke "Arena-Sommer" vermarktet worden, nun sollen die Veranstaltungen stärker einzeln beworben werden. Dazu zählen das Hip-Hop-Festival "Arena-Jam" am 16. Juli und das Netzwerk-Picknick der Internet-Plattform Xing am 30. Juni. Auch die Aussteller fordern ein Umdenken bei den Initiatoren. "Wir waren aufgeschlossen in diese Premiere gegangen, müssen jetzt aber feststellen, dass das Bierfest stark verbesserungswürdig ist", sagt Sebastian Knepper, der als einer der Geschäftsführer die Firma Holy Craft an der Friedrichstraße betreibt und auch am Premium-Bierfest teilnimmt. "Kommunikation und Werbung waren viel zu kurzfristig aufgestellt", sagt Knepper. Er wünscht sich mehr Vorankündigungen, mehr Werbung und eine bessere Medienpräsenz. "Wir sind, was die Kosten angeht, noch mit einem blauen Auge davongekommen, weil wir als Personal nur mit den Geschäftsführern vor Ort waren", sagt Knepper. In der Arena wünscht er sich mehr Vielfalt und ein umfangreicheres Familienprogramm. Eine zweite Chance will er dem Bierfest aber noch geben. "Erste Änderungen der Werbung in der laufenden Saison zeigen schon, dass es auch besser geht", sagt Knepper. Auch bei der zu Warsteiner gehörenden Marke Frankenheim Alt zeigte man sich enttäuscht.

Der Arena-Sommer war ins Leben gerufen worden, um in der Sommerpause der Fortuna die Halle zu beleben. Innerhalb von sieben Wochen waren 16 Veranstaltungen (öffentliche und für Unternehmen) angesetzt, zu denen - die großen Konzerte nicht mitgerechnet - rund 30.000 Besucher erwartet werden.

(hdf/tb)
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