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Nach Übergriffen in Köln und Düsseldorf
Stadt, Polizei und Justiz wollen stärker zusammenarbeiten

Düsseldorfs Polizeipräsident zur Silvesternacht
Düsseldorf. Zum Jahresauftakt hat es in Düsseldorf eine Sicherheitskonferenz von Stadt, Polizei und Justiz gegeben. Ein Themenschwerpunkt waren die sexuellen Übergriffe auf Frauen an Silvester. Künftig will man noch enger zusammenarbeiten.

Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, hatten sich die Kooperationspartner zum jährlichen Austausch getroffen. Oberbürgermeister Thomas Geisel hatte im Vorfeld auf seiner Facebook-Seite Stellung zu den Vorfällen in Köln genommen: "Ich bin immer noch schockiert über die brutalen Verbrechen, die in der Silvesternacht rund um den Kölner Hauptbahnhof begangen wurden." Zudem erklärte der Oberbürgermeister, dass in diesen Fällen der Rechtsstaat seine ganze Härte zeigen müsse. 

Nach Übergriffen an Silvester: Mahnwache in Köln FOTO: dpa, obe kno

Auch in Düsseldorf hatte es Übergriffe auf Frauen gegeben. Eine Woche nach dem Jahreswechsel sind weitere Anzeigen von Straftaten in der Silvesternacht bei der Polizei eingegangen. Vier Übergriffen durch mutmaßlich nordafrikanische Täterguppen waren in der Nacht selbst angezeigt worden, bis Donnerstag erhöhte sich diese Zahl auf 15. Dabei gehe es sowohl um Taschendiebstähle mit dem sogenannten Antanztrick als auch um sexuelle Nötigungen, sagte ein Sprecher der Düsseldorfer Polizei.

Ein Schwerpunkt der Sicherheitskonfernez, an der erstmalig neben Stadt und Polizei auch die Justiz teilnahm, waren unter anderem die Übergriffe an Silvester. Die Teilnehmer verständigten sich darauf, die gute Zusammenarbeit noch auszuweiten. "Nur durch enge Kooperation und das Zusammenwirken aller Sicherheitspartner können die Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt geschützt werden", hieß es in der Pressemitteilung der Polizei. 

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(isf)
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