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Geplanter Anschlag in Düsseldorf
Facebook-Chat erhärtet Terrorverdacht gegen Islamisten

Düsseldorf: Facebook-Chat erhärtet Terrorverdacht gegen Islamisten
Auf die Düsseldorfer Altstadt hatten Terroristen einen Anschlag geplant. FOTO: dpa, mjh gfh
Karlsruhe/Düsseldorf. Gut eine Woche nach der Zerschlagung einer mutmaßlichen IS-Terrorzelle in Deutschland erhärten laut einem Medienbericht neue Indizien den Verdacht gegen vier Syrer. Die Ermittler seien auf einen Facebook-Chat aufmerksam geworden, berichtet "Der Spiegel" am Freitag.

Das Nachrichtenmagazin zitiert den Verdächtigen Abd Arahman A. K. unter anderem mit dem Satz: "Wenn wir kämpfen, müssen wir wissen, ob wir als Märtyrer sterben oder nicht." Die Ermittler werten den Chat  zwischen Saleh A. und Abd Arahman A. K. aus dem Januar 2016 den Angaben zufolge als Hinweis dafür, dass die beiden mit zwei Komplizen im Auftrag des Islamischen Staats einen Anschlag in Düsseldorf planten.

A. K. und zwei weitere Männer waren am 2. Juni festgenommen worden, nachdem Saleh A. Anfang Februar in Frankreich den Behörden von den Planungen erzählt hatte. Er sitzt dort in Untersuchungshaft.

Ein Terrorverdächtiger auf dem Weg zum Haftrichter FOTO: dpa, ude fdt

Die Ermittlungen der Bundesanwaltschaft gegen die mutmaßliche Terrorbande fußen bislang hauptsächlich auf den Aussagen von A. gegenüber der französischen Polizei und deutschen Fahndern. Der Facebook-Chat sei aus Sicht der Fahnder eines von mehreren Indizien dafür, dass die Angaben zutreffen könnten.

Hinzu kommen nach Informationen des "Spiegel" unter anderem YouTube-Videos von A. in Kampfmontur und das aus Sicht der Fahnder konspirative Verhalten der drei in Deutschland verbliebenen mutmaßlichen IS-Männer. Abschließend bewertet haben die Ermittler den Fall demnach aber noch nicht.

(dpa/AFP)
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