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Düsseldorf
Bombe in Rath ist entschärft

Düsseldorf: Fünf-Zentner-Bombe in Rath entschärft
In Rath wurde eine Fünf-Zentner-Bombe entdeckt. FOTO: Feuerwehr
Düsseldorf. In Düsseldorf musste am Abend eine Fünf-Zentner-Bombe entschärft werden. Der Blindgänger war am Vormittag bei Aushubarbeiten an der Straße Am Gatherhof entdeckt worden. 

Wie die Stadt mitteilte, konnte die Bombe um 20.12 Uhr durch Jost Leisten vom Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung erfolgreich entschärft werden. Die Entschärfung hatte um 19.50 begonnen. Direkt danach sind laut der Stadt auch die Straßensperrungen aufgehoben worden.

Für die Entschärfung am Dienstagabend, 20 Uhr, hatte die Feuerwehr zwei Gefahrenbereiche rund um den Fundort der Fünf-Zentner-Bombe in Rath festgelegt. Im Gefahrenbereich A (Am Gatherhof, Helmutstraße, Westfalenstraße) durfte sich bis spätestens 19 Uhr niemand (weder in geschlossenen Räumen noch im Freien) aufhalten. Dort sind 1100 Personen gemeldet.

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Im Gefahrenbereich B sollten die 2500 Bewohner ab 19.30 Uhr in ihren Häusern bleiben. Die Feuerwehr riet: "Meiden Sie während der Zeit der Entschärfung die oberste Etagen von Gebäuden, die Gebäudeseiten in Richtung der Fundstelle und alle Fenster."

Der Fundort befindet sich in einem Wohngebiet mit Industrie nahe des S-Bahnhofs Rath. Damit während der Entschärfung der Bombe nicht zu viele Menschen von notwendigen Sperrungen betroffen sind – unter anderem wegen des verstärkten Verkehrsaufkommen nach dem Ende des Messetages der Drupa – entschärfte der Kampfmittelbeseitigungsdienst die Bombe am frühen Abend.

Die beiden Gefahrenbereiche wurden rund zwei Stunden vor dem Entschärfungstermin für den gesamten Verkehr gesperrt. Betroffen war auch die Rheinbahn. Ab etwa 19 Uhr endeten die Bahnen der Linie 701 bereits an der Haltestelle "Heinrichstraße", wendeten dort und fuhren wieder zurück in Richtung Innenstadt. Die Busse der Linie 757 endeten ab etwa 18.40 Uhr an der Haltestelle "ISS Dome", wendeten und fuhren zurück, wie das Unternehmen mitteilte.

Im Friedrich-Rückert-Gymnasium (Rückertstraße 6) war ab 16 Uhr eine Anlaufstelle für Bewohner eingerichtet, die während der Entschärfung keine Möglichkeit hatten, anderweitig unterzukommen. 

Personen, die nicht alleine ihre Wohnungen verlassen können, wurden gebeten, rechtzeitig Unterstützung anzufordern. Auch das Gefahrentelefon der Stadt war unter Telefon 0211 3889 889 erreichbar.

Der letzte Bombenfund war im vergangenen Februar am Düsseldorfer Flughafen. Dort hatte der Kampfmittelbeseitigungsdienst eine Zehn-Zentner-Bombe unschädlich machen müssen.

(isf/hebu)
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