| 13.50 Uhr

Betrugsmasche in Düsseldorf-Hassels
Seniorin übergibt falschem Polizisten mehrere tausend Euro

Düsseldorf. Am Montag hat sich in Hassels wieder ein Betrüger als falscher Polizist ausgegeben und einer Seniorin mehrere tausend Euro abgenommen - unter dem Vorwand, es handele sich dabei um Falschgeld. Die Kripo warnt vor den erfindungsreichen Maschen der Täter.

Seit einigen Tagen häufen sich in Düsseldorf wieder die Fälle von Betrugsdelikten, bei denen die Täter vorgeben Polizisten zu sein. Von der Masche betroffen sind vor allem ältere Menschen, denen die Betrüger variantenreiche Geschichten auftischen, die nicht selten zur Übergabe hoher Bargeldbeträge an die Täter führen.

So ein Fall ist auch am Montag im Stadtteil Hassels passiert: Eine Seniorin händigte dem Betrüger eine fünfstellige Summe aus, weil ein angeblicher Kommissar ihr eingeredet hatte, es handele sich um Falschgeld. Um 11 Uhr klingelte das Telefon bei der Mittachtzigerin. Der Anrufer behauptete Hauptkommissar Bach von der Kriminalpolizei zu sein und bat die Dame um ihre Mithilfe. Man wolle einen Mitarbeiter ihrer Hausbank überführen, der angeblich mit Falschgeld operieren würde.

Polizei-Azubi holt angebliches Falschgeld ab

Die arglose Frau ging daraufhin zu ihrem Geldinstitut und holte einen hohen Bargeldbetrag von ihrem Konto ab. Wieder daheim meldete sich der falsche Polizist erneut und erfragte die Seriennummern der Scheine und sagte:  "Haben wir es doch gewusst. Alles Blüten!" Der Anrufer wies die Rentnerin an, das angebliche Falschgeld einem "Polizei-Azubi" zu übergeben, der sie gleich besuchen würde. Um 16.45 Uhr  am Montag tauchte dann ein junger Mann in der Straße Am Staatsforst auf und übernahm den Umschlag mit dem Geld.

Vor diesen oder ähnlichen Maschen warnt die Polizei eindringlich und gibt nachfolgende Tipps:

  • Niemals einem Fremden Geld oder andere Wertsachen übergeben
  • Die echte Polizei vom eigenen Telefon aus anrufen und nachfragen
  • Die Polizei kommt nicht zu Leuten nach Hause und nimmt Schmuck und/oder Bargeld in Verwahrung
  • Jede sollte ältere Verwandte und Nachbarn über diese Maschen der Betrüger informieren
(aka)