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Düsseldorf
Hochwertige Geländewagen gestohlen - Polizei nimmt Bande hoch

Düsseldorf/Wesel: Polizei nimmt Autoschieber-Bande hoch
Die Verdächtigen hatten es vorallem auf hochwertige Geländewagen abgesehen. FOTO: Polizei
Düsseldorf. Aus bis zu 20 Mitgliedern soll die Autoschieberbande bestehen, die die Düsseldorfer Polizei jetzt hochgenommen hat. In Schermbeck hatten die Ermittler vier gestohlene Geländewagen im Wert von mehr als 200.000 Euro entdeckt. 

Die Düsseldorfer Polizei ist einer Bande von bundesweit aktiven Autoschiebern auf die Schliche gekommen. In einer Halle im 70 Kilometer entfernten Schermbeck nördlich des Ruhrgebiets entdeckten sie vier gestohlene Geländewagen im Wert von mehr als 200.000 Euro. Die Halle sei daraufhin rund um die Uhr observiert worden, berichtete die Polizei am Dienstag. Die hochpreisigen Autos waren in Castrop-Rauxel, Mülheim/Ruhr, Dortmund und Düsseldorf gestohlen worden.

Region: Das sind die Hochburgen des Autoklaus FOTO: dpa

Einen Tag nach Beginn der Überwachung näherten sich zwei vorbestrafte litauische Autodiebe zu Fuß der Halle, die in einem großen Gewerbegebiet liegt. Als sie das Gebäude betreten wollen, werden sie festgenommen. Die 22 und 25 Jahre alten Männer sind einschlägig wegen schweren Bandendiebstahls vorbestraft. Sie seien sie auch schon in Frankfurt und Hamburg aufgefallen.

Die Festgenommenen sollen einer größeren Bande mit 15 bis 20 Mitgliedern angehören. Gegen weitere Verdächtige werde ermittelt. Der festgenommene 22-Jährige sei der Kopf der Bande. Nach dem Diebstahl eines Wagens im vornehmen Düsseldorf-Oberkassel am vergangenen Donnerstag hatten Ermittler die Spur des Wagens verfolgen und ihn in Schermbeck im Kreis Wesel orten können.

Die Wagen waren sämtlich am Straßenrand gestohlen worden. Dazu war jeweils eine Seitenscheibe eingeschlagen worden. Mit einem Laptop hätten die Profi-Diebe dann die Sicherungssysteme außer Kraft gesetzt und den Wagen gestartet. Bei dem 25-jährigen Festgenommenen sei ein gefälschter litauischer Pass entdeckt worden. Während seiner Vernehmung bot er den Ermittlern 40.000 Euro Kaution für seine Freilassung.

Die Polizei geht davon aus, dass die Wagen von Schermbeck aus ins Ausland geschafft werden sollten: "Nach Tadschikistan, Osteuropa oder Afrika", sagte ein Ermittler. Man erkenne aus Deutschland stammende Autos dort an der Umweltplakette, die sich kaum entfernen lasse.

(lnw)
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