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Nach Unfall in Parkhaus
Düsseldorfer spenden für Bestattung des Fiftyfifty-Verkäufers

Nach Unfall in Parkhaus: Düsseldorfer spenden für Bestattung des Fiftyfifty-Verkäufers
Hier starb Josif D. - nun sammeln die Heerdter für seine Bestattung. FOTO: gaa
Düsseldorf. Der Fiftyfifty-Verkäufer, der vorige Woche in einem Parkhaus tödlich verletzt wurde, soll würdig bestattet werden. Die Heerdter Schützen haben eine Spendenaktion gestartet, um das Begräbnis zu bezahlen. "Wir wollen ihn nicht allein den letzten Weg gehen lassen", sagt der Schützenchef.

Die Heerdter Architektin Claudia Metzger kannte den Rumänen Josif als sehr freundlichen und zuvorkommenden Menschen. In der Rheinischen Post las sie, dass der mittellose Mann, der keine Angehörigen hat, wohl vom Ordnungsamt im Rahmen eines sogenannten Armenbegräbnisses bestattet werden wird. Daraufhin wandte sie sich an den Schützenverein.

"Viele von uns kannten ihn, er hat zum Dorf gehört, und deshalb wollen wir ihn nicht allein den letzten Weg gehen lassen", sagt Schützenchef Andreas Bahners. Die ersten Zusagen für Spenden kamen prompt, eine Privatperson versprach sofort 500 Euro. Die Schützen haben ein Spendenkonto eingerichtet (IBAN: DE20 3005 0110 0028 003366, Stichwort "Josif"), wollen so den Grabstein finanzieren, den Steinmetz Vandenberg gestalten will.

Auch sonst sei die Unterstützung groß, sagt Bahners. Ordnungsamt und das von der Stadt beauftragte Bestattungsinstitut Salm seien sehr hilfsbereit und entgegenkommend. Pfarrer Michael Dederichs hat sich bereit erklärt, die Messe für den tiefgläubigen Rumänen zu halten, der vor sechs Jahren nach Düsseldorf gekommen war. Und bei Claudia Metzger hat sich ein Kirchenmusiker gemeldet, der umsonst die Orgel spielen würde.

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Ein Termin für die Trauerfeier steht noch nicht fest. Der Leichnam von Josif D. ist erst am Montag obduziert worden und wird in den nächsten Tagen freigegeben.

(gaa)