| 11.02 Uhr

Düsseldorf
Flaschen fliegen nach rechter Demo

Düsseldorf: Flaschen fliegen nach rechter Demo
Republikaner demonstrierten in Garath und halten Plakate hoch. FOTO: Andrea Röhrig
Düsseldorf. Im Anschluss an eine Demonstration der Republikaner gegen die Gründung von "Garath stellt sich quer" am Montagabend haben sich zwei Personengruppen attackiert und mit Flaschen beworfen. Ermittlungen wegen Landfriedensbruch und Körperverletzungen wurden eingeleitet.

Der Kreisverband der Partei "Die Republikaner" hatte für 18 Uhr ein Demonstration angemeldet. Die Demo mit 52 Teilnehmern richtete sich gegen die Veranstaltung des neu gegründeten Bündnisses "Garath stellt sich quer", das zeitgleich in der Freizeitstätte tagte, berichtet die Polizei. Wie ein Sprecher der Polizei auf Anfrage sagte, sei die Demo "friedlich und störungsfrei" verlaufen und wurde um 19.40 Uhr von dessen Leiter beendet.

Nach dem Ende haben sich gegen 20.20 Uhr zwei Gruppierungen von etwa 30 bis 40 Personen am Nikolaus-Groß-Platz gegenüber gestanden, beschimpft und mit Flaschen beworfen, berichtet die Polizei. Die Polizisten vor Ort forderten demnach Unterstützung an, die die Lager getrennt hielt und von über 20 Männern und Frauen die Personalien aufnahm. Nach polizeilichen Feststellungen wurde ein 45-Jähriger leicht verletzt.

Das Bündnis "Düsseldorf stellt sich quer" spricht davon, dass mehrere Teilnehmer der Republikaner-Demo bewaffnet mit Billardstöcken und Bierflaschen den Eingang der Freizeitstätte stürmen wollten. In einer Pressemitteilung heißt es, dass es "von Besuchern der Veranstaltung keine Provokationen" gegeben habe. "Nach dem gestrigen Abend gibt es keinen Zweifel mehr, dass gewaltbereite Rassisten im Stadtteil Garath ein Problem sind. Mit Sorge beobachten wir den nachlässigen Umgang der Polizei mit dieser mehrere dutzende Personen umfassenden Gruppe aus rechte Hooligans und gewaltbereiten, alkoholisierten Männern", wird Christian Jäger, Sprecher des Bündnisses, zitiert.

Bei einer Demonstration der Republikaner hatte es im August sechs Strafanzeigen gegeben. 90 Republikanern oder ihre Anhängern standen mehr als 250 Demonstranten des Bündnisses "Düsseldorf stellt sich quer" gegenüber. Aus Sorge, dass sich Rechte im Stadtteil weiter breit machen, sollte nun die Initiative "Garath stellt sich quer" gegründet werden.

(irz)
Diskussion
Das Kommentarforum zu diesem Artikel ist geschlossen.