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Düsseldorf
Polizei sucht an der ehemaligen Papierfabrik nach Vermisstem

Oberhausener Stefan K. nach Weihnachtsfeier in Düsseldorf verschwunden - Polizei sucht mit Hunden
Die Polizei suchte den Vermissten auf dem Gelände der alten Papierfabrik. FOTO: Jana Bauch
Düsseldorf. Stefan K. aus Oberhausen ist von einer Weihnachtsfeier in Düsseldorf nicht heimgekehrt. Im Hafen wurde sein Handy zuletzt geortet. Die Polizei suchte mit Hunden nach ihm. Von Laura Ihme

Gegen 14.30 Uhr rückt die Polizei am Donnerstag an der Fringsstraße an. Beamte der Oberhausener Polizei sowie vier Hundeführer mit ihren Tieren fahren durch den Haupteingang der ehemaligen Papierfabrik im Hafen. In dem Gebiet war das Handy von Stefan K., der am Samstag von einer Weihnachtsfeier nicht mehr nach Hause kam, das letzte Mal geortet worden. Die Suche wurde nun auf die Papierfabrik eingegrenzt.

"Der Funkmast, an dem sich das Handy das letzte Mal angemeldet hat, deckt die gesamte Landzunge ab. Weil hier aber fast nur gut bewachte Betriebe sind, auf die man kaum gelangen könnte, ist das ehemalige Fabrikgelände unsere heißeste Spur", sagt Polizeisprecher Marcel Fiebig. Man könne jedoch nicht davon ausgehen, dass sich der Vermisste tatsächlich auf dem Gelände aufgehalten hat. "Vielleicht hat ihm auch ein Taschendieb das Handy gestohlen und es hier gelagert", sagt Fiebig. Allerdings: Für die Suche nach einem Handy sind die Suchhunde mit ihren Führern nicht gekommen. Denn klar ist auch: Nach fünf Tagen in der Dezemberkälte ist es relativ unwahrscheinlich, K. – sofern ihm etwas zugestoßen ist – draußen noch lebend zu finden.

Suche mit Hubschrauber blieb erfolglos

Mit diesem Foto sucht die Polizei nach Stefan K. FOTO: Polizei

Mit Hochdruck sucht die Polizei seit Tagen nach ihm. Federführend kümmert sich die Oberhausener Polizei, weil der Vermisste von dort stammt, die Düsseldorfer unterstützen. Eine Suche mit dem Hubschrauber am Donnerstagmorgen und eine Suche der Wasserschutzpolizei in Rhein und Hafenbecken verliefen bislang ergebnislos.

Stefan K. hatte sich um 1.15 Uhr am Samstagabend von seinen Arbeitskollegen an der Bolker Straße verabschiedet. Nach der Weihnachtsfeier wollte er mit dem ÖPNV nach Hause fahren, die anderen feierten weiter. Dort kam er jedoch nie an, einzige Spur ist bis heute das mittlerweile ausgeschaltete Handy.

Der Einsatz der Polizei an der Papierfabrik dauert nur wenige Minuten. Nach einer kurzen Begehung mit den Tieren beschließen die Beamten, den Einsatz abzubrechen. Zu gefährlich sei es, mit den Hunden die maroden Räumlichkeiten zu durchsuchen. Die Polizei muss nun überlegen, ob sie die Suche auf dem Gelände anders fortsetzt – oder sich auf ein anderes Gebiet konzentriert. Hinweise zu Stefan K. nimmt sie unter 02118700 entgegen.