| 15.07 Uhr

SEK-Einsatz bei Kampfsportler
Düsseldorfs berühmteste Diskokugel ist wieder da

SEK-Einsatz: Düsseldorfs berühmteste Diskokugel ist wieder da
Die berühmte Diskokugel ist wieder aufgetaucht. FOTO: Polizei
Düsseldorf. In drei Städten hat die Polizei am Mittwochmorgen Wohnungen nach Diebesgut durchsucht. Bei einem 29-jährigen Kampfsportler stellten Ermittler eine Diskokugel sicher: Das Deko-Stück in Form eines Totenkopfs hing einst im Düsseldorfer Club "3001" und war im Januar gestohlen worden. Von Ina Schwerdtfeger

Düsseldorfs berühmteste Diskokugel ist wieder aufgetaucht. Der glitzernde Totenkopf war einst Blickfang im ehemaligen Club 3001 im Medienhafen. Die Diskothek hatte der bereits verstorbene Tote-Hosen-Manager Jochen Hülder gegründet. Das "Erbstück" zierte nach der Schließung der Diskothek das Geschäft einer Raumausstatterin in Derendorf. In der Nacht zum 19. Januar war die 1,20 Meter große Kugel dann entwendet worden. 

Hund des Tatverdächtigen erschossen

Die Polizei gelang es nun, das Beutestück bei einem 29-Jährigen in Düsseltal sicherzustellen. Die Ermittler waren Hinweisen nach einem Einbruch nachgegangen. Da die Polizei Hinweise darauf hatte, dass es sich bei dem Verdächtigen um einen Kampfsportler handele, der zwei Kampfhunde halte und möglicherweise bewaffnet und gefährlich sei, rückte das Spezialeinsatzkommando in die Weseler Straße aus. Im Wohnzimmer unter der Decke hing dann auch der gesuchte Glitzerschädel, der nun zurück an die Besitzerin geht.

Der Tatverdächtige und seine 22-jährige Lebensgefährtin ließen sich widerstandslos festnehmen. Ein Hund wurde erschossen, als er einen Polizisten angriff. Das andere Tier blieb unverletzt. 

Weitere Durchsuchungen in Krefeld und Duisburg

In Krefeld und Duisburg durchsuchte die Polizei drei weitere Wohnung eines mutmaßlichen Komplizen. Der Verdächtige war aber nicht anwesend. In den Wohnungen fanden die Beamten eine scharfe Schusswaffe und Munition. Mittlerweile konnte auch ein dritter Mann identifiziert werden, der an dem Einbruch beteiligt gewesen sein soll. 

Nach der Vernehmung des 29-Jährigen wurde der Verdächtige einer Polizeidienststelle im Ruhrgebiet überstellt. Gegen den Mann wird wegen weiterer Straftaten ermittelt.

Diskussion
Das Kommentarforum zu diesem Artikel ist geschlossen.