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Schwere räuberische Erpressung in Düsseldorf
Mann bedroht und verprügelt - SEK nimmt Geldeintreiber fest

Düsseldorf/Mönchengladbach. Die Polizei ermittelt im Fall einer versuchten schweren räuberischen Erpressung. Ein Geschäftsmann, der von seinem Partner betrogen worden war, soll drei brutale Geldeintreiber beauftragt haben. Sie verprügelten und bedrohten einen Düsseldorfer. Auftraggeber und Geldeintreiber wurden festgenommen.

Die Ermittlungen gegen insgesamt fünf Männer laufen seit Anfang Juni, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstag mitteilten. Ein 40-jähriger Düsseldorfer hatte sich bei der Polizei gemeldet, weil er an seiner Wohnung in Rath mit einem Messer bedroht und schwer zusammengeschlagen worden war. Die Täter verlangten eine größere Geldsumme, berichtet die Polizei.  Der 40-Jährige schilderte den Beamten, dass er bei der Vermittlung eines Immobiliengeschäfts einen Geschäftspartner betrogen habe. Seit geraumer Zeit würde er deshalb bedroht, die Täter forderten dabei hohe Geldsummen.

Die Polizei fand schließlich bei ihren Ermittlungen heraus, dass zwei Gläubiger des 40-Jährigen tatsächlich drei Männer mit der Eintreibung des Geldes beauftragt hatten. Einer der beiden Beschuldigten verfügte offenbar über gute Kontakte ins kriminelle Milieu nach Niedersachsen, wo er mehrere Männer gezielt auf den 40-Jährigen angesetzt hat. Sie sollten "Erfolgshonorar" aus dem erpressten Geld erhalten. Falls das Opfer nicht zahlt, fasste man den Plan, es als Geisel in der Gewalt zu behalten, berichtet die Polizei.

Die beiden mutmaßlichen Auftraggeber, ein 48-Jähriger aus Mönchengladbach und 41-Jähriger aus Dortmund, wurden bereits am 14. Juni an ihren jeweiligen Wohnanschriften festgenommen und sind in U-Haft. Der ursprüngliche Gläubiger hat ein Teilgeständnis abgelegt. Der andere bestreitet die Tat.

Die drei mutmaßlichen Geldeintreiber im Alter von 25, 34 und 39 Jahren, wurden am Donnerstag in Oldenburg, Lemwerder und Ronnenberg von Spezialeinheiten festgenommen. Gegen zwei der Männer, den 25- und 34-Jährigen lagen bereits Haftbefehle vor. Für den 39 Jahre alten Mann beantragt der zuständige Düsseldorfer Staatsanwalt noch einen Haftbefehl. Beweismittel wurden bei anschließenden Wohnungsdurchsuchungen sichergestellt.  

(isf/top)
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