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Düsseldorf
Seniorin setzt sich mit Zigarette in Brand und stirbt

Düsseldorf. Eine Frau hat sich beim Anzünden einer Zigarette im Flur eines Seniorenheimes unbeabsichtigt selber in Brand gesetzt und wurde dabei lebensgefährlich verletzt. Sie kam in eine Spezialklinik und verstarb dort kurze Zeit später. Ein zu Hilfe eilender Pfleger wurde leicht verletzt.

Aufregung im Senioren- und Pflegeheim in der Unterrather Straße am Mittwochabend: Eine 79-jährige Bewohnerin wollte sich auf dem Flur eine Zigarette anzünden. Dabei setzte sie auch ihre Kleidungstücke unbeabsichtigt in Brand. Die Brandmeldeanlage schlug daraufhin Alarm in der Leitstelle der Feuerwehr. Der Löschzug Flughafenstraße, ein Notarzt, zwei Rettungswagen sowie der Führungsdienst eilten zum Brandort.

Ein Pfleger hatte den Brand bemerkt und die Flammen von der brennenden Kleidung der Seniorin mit einem Pulverlöscher erstickt. Danach brachte er die Schwerverletzte in einen sicheren, rauchfreien Raum in der Etage. Der Flur des Gebäudes im ersten Stock war verqualmt. Alle Zimmer blieben aber rauchfrei.

Der Notarzt und das städtische Rettungsteam versorgten die Patientin, die etwa 30 Prozent Verbrennung an der Haut davontrug. Sie kam mit lebensbedrohlichen Verbrennungen mit dem Notarzt in die Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik in Duisburg. Wie die Polizei am Nachmittag mitteilte, verstarb die Frau dort wenig später. Auch der Pfleger verletzte sich bei der Rettungsaktion und erlitt Verbrennungen an der rechten Hand. Die Rettungsassistenten versorgten den Mann ambulant, ins Krankenhaus wollte er aber nicht.

Die Feuerwehr lüftete die vom Rauch betroffene erste Etage und betreute sieben Bewohner, die aber auf ihren Zimmern bleiben konnten. Eine Kohlenmonoxidmessung im gesamten Stockwerk verlief negativ. Der entstandene Sachschaden beträgt rund 1.000 Euro.

(ots)