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Blitzmarathon in Düsseldorf
Mit diesen Techniken werden Raser erfasst

Das sind die Geschwindigekteitsmessgeräte der Düsseldorfer Polizei
Das sind die Geschwindigekteitsmessgeräte der Düsseldorfer Polizei FOTO: David Young
Düsseldorf. In genau einer Woche findet wieder der landesweite Blitzmarathon statt. Von 6 Uhr morgens bis 22 Uhr geht die Polizei am Donenrstag gegen Raser vor. Doch mit welchen Geräten misst die Polizei eigentlich die Geschwindigkeit? Von Ina Schwerdtfeger

Zu hohes Tempo zählt in Düsseldorf nach wie vor zu den Hauptursachen bei Unfällen. Im vergangenen Jahr war laut Polizei in mindestens 629 Fällen überhöhte Geschwindigkeit die Ursache für einen Zusammenstoß. In insgesamt 45.145 Fällen erhielten die Temposünder Anzeigen oder ein Verwarngeld. "Die meisten sind sich nicht darüber bewusst, wie gefährlich es ist, zu schnell zu fahren ", sagt Ernst Adam, kommissarischer Direktionsleiter Verkehr im Polizeipräsidium Düsseldorf. Er koordiniert den Blitzmarathon am 21. April in Düsseldorf. Ihm ist es besonders wichtig, die Raser bei der Aktion für eine sichere und angepasste Fahrweise im Straßenverkehr zu sensibilisieren.

Die Laserpistole

Die Unfallstatistik 2015 für Düsseldorf

Am häufigsten blitzt die Polizei in Düsseldorf mit der Laserpistole. Dabei verfolgt ein speziell geschulter Polizist das Fahrzeug mit einem Laserstrahl. Die Technik funktioniert über Lichtimpulse. 15 dieser Geräte besitzt die Düsseldorfer Polizei, die alle beim Blitzmarathon eingesetzt werden. Die Kosten bei der Anschaffung liegen bei etwa 7000 Euro.

Das Messgerät "Eso 3.0"

Als "Superblitzer"  gilt das Tempomessgerät "Eso 3.0". Es misst die Geschwindigkeit per Lichtschranke und kann so mehrere Fahrspuren zeitgleich überwachen. Die Polizei setzt dieses Gerät deshalb vor allem dort ein, wo viel Verkehr herrscht – wie zum Beispiel auf dem Südring. Mit Hilfe einer Wlan-Kamera kann sogar die Geschwindigkeit im Gegenverkehr gemessen werden. Bislang besitzt die Polizei aber nur einen "Superblitzer". Ein Gerät kostet 70.000 Euro plus Fahrzeug. 

Düsseldorf: Hier wird diese Woche geblitzt FOTO: Endermann, Andreas

Der Videowagen

Anders als ihre Kollegen in der Stadt misst die Autobahnpolizei Temposünder mit einem Videowagen. Mit dem "Proof Video Data"-Systems (ProVida) kann die Geschwindigkeit gemessen und sogar der Abstand von Fahrzeugen überwacht werden. Das zivile Polizeiauto verfügt über 300 PS, um Raser verfolgen zu können und besitzt je eine Front- und eine Heckkamera. Vier solcher Videowagen gibt es bei der Düsseldorfer Autobahnpolizei. Ein Fahrzeug kostet etwa 120.000 Euro.

Die Vitronic-Anlage

Auch die Vitronic-Anlage wird von der Autobahnpolizei benutzt. Die Technik ermöglicht, die Geschwindigkeit von Rasern auf mehreren Spuren gleichzeitig zu erfassen. In einer Entfernung von 30 bis 50 Metern können die Beamten die Fahrzeuge im Blick halten, im Abstand von 14 bis 20 Metern kann erfasst werden, wie schnell ein Auto ist. Gemessen werden kann entweder aus dem Fahrzeugheck, durch die Windschutzscheibe oder auch mobil auf einem Stativ. Die Autobahnpolizei Düsseldorf besitzt zwei solcher Messtechniken, die jeweils etwa 120.000 Euro kosten. 

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