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Düsseldorf
Blutkonserven der Kliniken werden knapp

Düsseldorf. In Düsseldorf herrscht akuter Mangel an Blutkonserven. Sprecher mehrer Krankenhäuser bestätigten unserer Redaktion entsprechende Aussagen des DRK-Blutspendediensts für NRW.

"Wir merken deutlich, dass es eine Knappheit gibt", sagt Susanne Dopheide, Pressesprecherin der Uniklinik Düsseldorf. "Es ist noch nicht so, dass wir Operationen verschieben müssten, aber als unbedenklich würde ich die Lage auch nicht bezeichnen." Im Evangelischen Krankenhaus Düsseldorf ist die Lage ähnlich. Laut einer Sprecherin bekämen derzeit zwar alle Patienten die benötigten Blutkonserven. In unvorhergesehenen Notfällen, etwa bei einer nicht geplanten größeren Operation, könnten sie aber knapp werden.

Das ist zur Reisezeit und speziell in den Sommerferien zwar nicht ungewöhnlich, aber gerade in diesem Jahr sei die Knappheit an Blutkonserven sowohl in Düsseldorf als auch im Rest von NRW besonders gravierend. Dabei spiele der demografische Wandel eine Rolle: Senioren seien die zuverlässigsten Spender, kämen oft dreimal im Jahr, jüngere dagegen nur halb so oft. Aber die Senioren dürfen ab einem bestimmten Alter nicht mehr spenden, heißt es beim DRK. Dazu komme der Trend zu Fernreisen. Nach einem Urlaub in einem Malaria-Gebiet sei man aber mehrere Wochen vom Blutspenden ausgeschlossen.

(ham)
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