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Fund in Düsseldorf
Was Sie zum Blindgänger in Derendorf wissen müssen

Hier wurde der Blindgänger in Derendorf entdeckt
Hier wurde der Blindgänger in Derendorf entdeckt FOTO: Berger
Düsseldorf. In Düsseldorf ist am Dienstagmorgen eine Weltkriegsbombe entschärft worden, die am Montag bei Bauarbeiten im Stadtteil Derendorf gefunden wurde. 2300 Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen. Weitere 4400 Menschen waren ebenfalls betroffen. Von Lisa Schrader und Helene Pawlitzki

Das gab die Stadt am Montagabend bekannt. In unserem Live-Ticker berichten wir am Dienstagmorgen laufend aktuell von der Entschärfung. Die wichtigsten Infos zur Evakuierung:

  • Evakuierung Im Umkreis von 250 Metern um den Fundort an der Merziger Straße (Gefahrenbereich A) mussten die Menschen ihre Wohnungen und Häuser bis 9.30 Uhr verlassen. Davon betroffen sind nach Angaben der Stadt 2.300 Menschen.
  • Kein Aufenthalt im Freien Im Umkreis von 500 Metern (Gefahrenbereich B) darf sich seit 10 Uhr niemand mehr im Freien aufhalten. Das betrifft laut Stadt weitere rund 4.400 Menschen.
  • Hilfe für Bettlägerige Menschen, die in der Gefahrenzone A wohnen und beispielsweise wegen Bettlägerigkeit oder Behinderung ihre Wohnungen nicht selbst verlassen können, können einen Transport über die Leitstelle der Feuerwehr unter der Rufnummer 19222 bestellen. Rollstühle, die mitgenommen werden müssen, sollten dabei unbedingt gemeldet werden.
  • Information Seit 8 Uhr sind Lautsprecherwagen unterwegs, um die Bürger auf die Evakuierung aufmerksam zu machen. Die Stadt hat ein Gefahrentelefon für Bürger eingerichtet, es ist unter der Telefonnummer 0211-3-889-889 erreichbar.
  • Betreuungsstelle Wer keine Möglichkeit hat, während der Entschärfung irgendwo privat unterzukommen, kann seit 7 Uhr ins Max-Planck-Gymnasium an der Koetschaustraße 36 kommen. Die Rheinbahn setzt zwei Busse für die Fahrt zur Betreuungsstelle ein. Die Busse halten an der Haltestelle Heinrich-Erhardt-Straße, auf der Rather Straße Richtung Norden auf Höhe der Haltestelle Straßburger Straße und an der Haltestelle "Alter Schlachthof".
  • Autofahrer Polizei und Ordnungsamt sperren die Straßen, die zum Fundort führen, seit 8 Uhr ab. Die Behörden raten, die Gefahrenbereiche weiträumig zu umfahren. Autos sollten nach Möglichkeit aus den Gefahrenzonen A und B weggefahren werden.
  • Rheinbahn Von der Entschärfung sind die Rheinbahnlinien 704, 834 (im Gefahrenbereich A) und 705 und 707 (Gefahrenbereich B) betroffen. Sie fahren zur bis zur letzten Station vor der Sperrung.
  • Prüfungen verschoben Die Hochschule Düsseldorf hat alle Klausuren am Dienstag am Campus Derendorf abgesagt. Davon seien mindestens die Fachbereiche Maschinenbau und Verfahrenstechnik, Elektro- und Informationstechnik sowie Wirtschaftswissenschaften betroffen, sagte Prof. Roland Reichardt. Die Klausuren würden in den nächsten Wochen nachgeholt. Die Hochschule Düsseldorf werde die Ersatztermine so schnell wie möglich bekanntgeben.
Etwa 2300 Menschen müssen bis 9.30 Uhr ihre Wohnungen verlassen (Gefahrenbereich A, innerer Kreis). Außerdem darf sich im Umkreis von 500 Metern (Gefahrenbereich B) ab 10 Uhr niemand mehr im Freien aufhalten. FOTO: Stadt Düsseldorf

Der Blindgänger war am Montag auf einer Baustelle mitten in einem Wohngebiet gefunden worden. Die Baustelle liegt an der Merziger Straße. Im Gefahrenbereich befindet sich auch ein Pflegeheim mit 80 Bewohnern, das ebenfalls geräumt werden musste. Die Bewohner wurden in anderen Einrichtungen untergebracht.

So lief die Bombenentschärfung in Düsseldorf-Derendorf FOTO: Hans-Juergen Bauer

Laut Polizei ist der Zünder an der britischen Fünf-Zentner-Bombe noch intakt. Ersten Angaben zufolge wollte der Kampfmittelräumdienst den Sprengkörper so schnell wie möglich entschärfen. Der Krisenstab entschied aber am Abend, dass die Bombe erst am Dienstagmorgen um 11 Uhr entschärft werden soll.

(lis/hpaw/wer)
 
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