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Bombenentschärfung in Düsseldorf
Vier Stunden Stillstand in Derendorf

So lief die Bombenentschärfung in Düsseldorf-Derendorf
So lief die Bombenentschärfung in Düsseldorf-Derendorf FOTO: Hans-Juergen Bauer
Düsseldorf. Knapp vier Stunden lang hat die Entschärfung einer amerikanischen Fliegerbombe das Leben in Düsseldorf-Derendorf lahmgelegt. 2300 Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen, eine wichtige Bahnstrecke wurde gesperrt. Inzwischen normalisiert sich alles. Von Lisa Schrader

Um 8 Uhr hatten Ordnungsamt, Feuerwehr und Rettungskräfte mit der Evakuierung des Gebietes rund um die Merziger Straße begonnen. (Im Detail können Sie die Ereignisse vom Vormittag in unserem Newsblog nachlesen). 2300 Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen. Ein Seniorenheim in der unmittelbaren Umgebung vom Fundort der Bombe musste evakuiert werden.

Das war auch der Grund, warum die Entschärfung erst am Dienstag stattfand. Denn gefunden worden war die Bombe bei Bauarbeiten auf der Merziger Straße bereits am Montagnachmittag. Der Krisenstab hatte wenige Stunden später aber entschieden, die Bombe erst am nächsten Morgen zu entschärfen.

Hier wurde der Blindgänger in Derendorf entdeckt FOTO: Berger

Um kurz nach 11 Uhr konnten die beiden Entschärfer Jost Leisten und Udo Lokotsch dann mit ihrer Arbeit beginnen. Die Fünf-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg war gut erhalten, die Entschärfung lief ohne Probleme ab. "Alles lief so, wie wir uns das vorgestellt hatten", so Leisten. Wie viele Bomben die beiden Experten vom Kampfmittelräumdienst schon entschärft haben, wissen sie nicht genau. Lokotsch ist seit 27 Jahren im Einsatz, Leisten sogar schon seit 37.

Entwarnung um 11.45 Uhr

Die Bombe von der Merziger Straße wurde von den Experten nach der Entschärfung verladen, sie wird zwischengelagert und dann mit mehreren anderen Bomben nach Hünxe gebracht, wo sie schließlich zerlegt wird.

Gegen 11.45 Uhr konnten die Anwohner dann zurück in ihre Wohnungen. Einige von ihnen waren während der Entschärfung im Max-Planck-Gymnasium untergekommen, die meisten befanden sich aber wohl bei der Arbeit oder bei Freunden oder Verwandten. Unmittelbar nach der Entwarnung wurden auch die gesperrten Straßen und Bahnstrecken wieder freigegeben. 

 
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