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Düsseldorf
Bücherbummel-Organisatoren sprechen von 200.000 Besuchern

Impressionen vom Bücherbummel 2016
Impressionen vom Bücherbummel 2016 FOTO: Ina Schwerdtfeger
Düsseldorf. Auch von dem einen oder anderen Schauer am zurückliegenden Wochenende ließen sich die Besucher des 30. Bücherbummels auf der Königsallee die gute Stimmung nicht verhageln. Rund 200.000 Leser hätten an den vier Tage an den 80 Ständen gestöbert, geblättert, aber auch tatsächlich gekauft, berichtet Kurt Nellessen vom Verein "Bücherbummel auf der Kö" und zieht damit ein positives Resümee.

Der Verein hatte sich erst im Vorjahr neu gegründet und die Nachfolge des langjährigen Organisators Bernd Gossens angetreten, der nach internen Querelen wegen des kurzfristigen Ausfalls der Veranstaltung im Orkan-Jahr 2014 zurückgetreten war. Was vor zwölf Monaten noch vielfach spontan und zwangsläufig provisorisch geschah, fußte dieses Mal deutlich erkennbar auf einem Konzept, das sich vor allem am Rahmenprogramm ablesen ließ: Vieles fand nicht mehr in den Lesezelten, sondern direkt auf der Straße statt, was dazu führte, dass mehr Passanten stehenblieben und das Gesehene und Gehörte bewusst wahrnahmen.

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Besonders gut war das bei den dauerhaft bespielten Bühnen von Takelgarn und Zakk zu erkennen, nicht zuletzt aber auch im und vor dem Kinder-Lesezelt war der Andrang ungewöhnlich groß. "Ich denke, wir konnten insgesamt mehr jüngere Menschen mit der Neuausrichtung für den Bücherbummel begeistern, ohne die älteren zu vergraulen", sagt Nellessen. Dazu beigetragen habe ein besseres kulinarisches Angebot, das auch vegetarisches und sogar veganes Essen beinhaltete.

Hatten sich im vergangenen Jahr vielfach noch die Antiquare beschwert, dass ihre teuren Bücher nicht genügend Wertschätzung erfahren würden, sei auch bei diesen Anbietern die Stimmung nun deutlich besser gewesen, hat Nellessen erfahren: "Wir haben den Ramsch weitgehend von der Kö verbannt und auf mehr Qualität gesetzt, das wurde von allen Seiten honoriert." Sammler und Anbieter alter Schätze hätten sich gezielt gesucht und gefunden. "Wir sind auf einem guten Weg, haben vieles verbessert, und ich glaube, dass die Wende geschafft und der Bücherbummel in dieser Form eine Zukunft hat", betont Nellessen.

(arc)
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